Der Anfang

Es war Zufall, dass ich ausgerechnet um den Jahreswechsel Dezember 2025/Januar 2026 in meiner allerersten eBay-Live-Auktion landete. Dabei werden Produkte live angeboten, und die Zuschauer können direkt gegeneinander bieten. Oder vielleicht war es doch nicht ganz so zufällig, denn eBay begann plötzlich auffällig dafür zu werben, und ich klickte auf eine Ankündigung. eBay Live gibt es bereits seit Mitte 2022 und begann vor allem als Nische innerhalb von eBay für Collectibles wie Trading Cards. Erst 2026 scheint sich die Plattform wirklich zu einem großen eigenständigen Bereich innerhalb eBays entwickelt zu haben. Inzwischen ist eBay Live in den Vereinigten Staaten, im Vereinigten Königreich, in Deutschland, Australien, Frankreich, Italien und Kanada aktiv.

Während eBay Live derzeit explosiv wächst, habe ich inzwischen mehr als acht Monate lang beobachtet, was sich innerhalb einer solchen erfolgreichen amerikanischen Live-Community tatsächlich abspielt. Ende Dezember 2025 klickte ich auf die Show-Ankündigung eines gewissen OG Jewelers in Miami, Florida. OG Jewelers wird in den Live-Shows von Auktionator Diego vertreten. OG Jewelers ist seit Dezember 2021 bei eBay registriert. Seitdem habe ich bis zur Veröffentlichung dieses Blogs schätzungsweise mindestens 700 Stunden von Diegos eBay-Live-Sendungen verfolgt, möglicherweise erheblich mehr. Ich war eine äußerst treue Zuschauerin, und seine Lives gingen bis tief in die Nacht hinein.

Diego scheint unermüdlich zu sein, ein Fass voller funkelnder Explosivstoffe. Mein Eindruck ist, dass OG Jewelers in Gestalt von Diego (mit Assistenten) irgendwann im Jahr 2025 mit eBay Live begonnen hat. Als ich mir zum ersten Mal die eBay-Live-Seite von OG Jewelers ansah, waren dort auch einige Dutzende bereits ausgestrahlte Shows aufgelistet; meinem Eindruck nach waren es sämtliche Shows, die bis dahin stattgefunden hatten. Damals konnte man sie einfach noch einmal ansehen. Ich klickte mehrere davon an und war jedes Mal aufs Neue von Diegos enormer Routine überrascht. Seit einigen Monaten werden diese Playbacks nicht mehr angeboten. Käufer erhalten nur noch einen Video-Receipt mit den Minuten rund um ihren eigenen Kauf; solche bekam ich selbst auch, als ich ein paarmal etwas kaufte. Monate später scheinen jedoch selbst diese Video-Receipts nicht mehr zu funktionieren. Was allerdings als Neugier auf einen außergewöhnlich charismatischen Verkäufer begann, entwickelte sich für mich zu einem monatelangen Einblick in eine Welt, in der Entertainment, persönliche Nähe und knallharte Geschäftemacherei ständig ineinander überzugehen scheinen. Eine menschliche Soap innerhalb der eBay-Live-Welt, bei der allmählich die Frage aufkam, ob überhaupt jemandem etwas vorzuwerfen ist — und wenn ja, wem.

Gemessen an den Teilnehmerzahlen gehört OG/Diego bei Live nicht zu den größten Playern: In der Regel schauen etwa 20 bis 200+ Personen zu. Sein Kollege Mr Wikd, ein Uhrenauktionator, zieht beispielsweise deutlich größere Zahlen von etwa 250 bis 1.000+ Teilnehmern an, versteigert jedoch nur einmal pro Woche, montags, in fünf- bis sechsstündigen Shows. OG/Diego versteigerte anfangs sogar an sechs Tagen pro Woche; inzwischen sind es zwei- bis dreimal wöchentlich. Seine Live-Shows dauern häufig etwa fünf Stunden und manchmal noch länger. Bei beiden eBay-Live-Sellern geht es um große Summen, mit Verkaufspreisen von unter $100 bis hin zu Spitzenpreisen von $50K für seltene Uhren.

Als ich zum ersten Mal einschaltete, landete ich mitten in einer von Diegos Shows, und zu diesem Zeitpunkt verkaufte er Silberketten. Kurz vergessend, dass es so etwas wie Etikette gibt (eine typische Schütze-Eigenschaft, für die Nicht-Skeptiker unter uns), äußerte ich mich im Chat schon bald kritisch über die enorm hohen Preise, zum Beispiel rund 200 Dollar für eine Silberkette, die ich für ziemlich durchschnittlich hielt. Zu meiner Überraschung bemerkte ich bei der nächsten Show, die ich besuchte, dass ich im Chat offenbar auf mute gesetzt worden war, denn niemand reagierte mehr auf mich, und offenbar las auch niemand meine Nachrichten. Wenn ich jedoch mitbieten wollte, ging das problemlos: Mein Name erschien ganz normal unter den Bietern.

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Showmaster Diego

Bevor ich die Geschichte fortsetze, möchte ich kurz erklären, warum ich in den darauffolgenden Monaten wie festgeklebt an meinem iPad hing und so buchstäblich Hunderte Stunden von Diegos eBay-Live-Shows miterlebte. Diego zieht unglaublich durch: he is hustling hard. In den ersten eBay-Live-Monaten machte er noch alles allein und hielt bis in die frühen Morgenstunden Floridas durch (Kalifornien liegt drei Stunden hinter Florida; dort ist es also drei Stunden später). Seine Shows dauerten oft rund fünf Stunden, und ich verfolgte regelmäßig so gut wie die gesamte Show. Die meisten seiner eBay-Live-Shows endeten für mich damals gegen halb eins nachts oder noch später und für ihn somit gegen halb vier morgens (oder später). Bei Diego ist man jedenfalls gut beschäftigt, das muss man ihm lassen, und ich bin damit keineswegs allein. Es ist geradezu süchtig machend, eine Art virtuelle Mischung aus Jahrmarkt und Wohnzimmer: Ständig passiert etwas, nach einer Weile kennt man die Stammgäste, und ehe man sich versieht, sind schon wieder Stunden vergangen.

Als Diego zu eBay Live kam, war er alles andere als ein Anfänger. OG Jewelers war jedenfalls bereits seit 2023 auf Whatnot aktiv, einer Plattform, die weitgehend auf Live-Verkäufen aufgebaut ist. Dort hatte Diego über Jahre hinweg nahezu denselben rasanten und auffallend routinierten Präsentationsstil entwickelt, den er später zu eBay Live mitbrachte. Auch Elemente, die ich zunächst für typisch für seine eBay-Shows hielt — La Familia, Mystery Boxes, Giveaways und sogenannte Breaks — gab es dort bereits. Dazu später in diesem Blog mehr. Inzwischen hat OG Jewelers auf Whatnot rund 117.000 Artikel verkauft, mehr als 25.000 Reviews gesammelt und über 130.000 Follower. Wer sich alte Clips ansieht, erkennt sofort, woher Diegos enorme Routine kommt: eBay Live war nicht der Beginn seiner Live-Verkaufskarriere, sondern vielmehr die nächste Bühne. Auch auf eBay ist OG Jewelers erfolgreich. Der Account besteht seit Dezember 2021, hat rund 15.000 Artikel verkauft und mehr als 13.100 Feedback-Bewertungen gesammelt. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieses Blogs liegt das positive Feedback bei 99,3 %.

In meinen Augen ist Diego damit beinahe eine menschliche Verkaufsmaschine.

Diego. Standbild aus einem von OG Jewelers selbst veröffentlichten Whatnot-Clip

Zum Zeitpunkt der Abfassung dieses Blogs waren Diegos Shows auf nur noch wenige Male pro Woche zurückgegangen. Dieser Blog beschreibt eine Geschichte, die sich fortlaufend weiterentwickelte. Meine Erzählung setzt ungefähr auf dem Höhepunkt von „Diegos eBay-Live-Kurve“ ein.

Diego von OG Jewelers erwies sich als der absolute Showmaster — und ist es bis heute — mit einer Stimme wie ein Donnerhall, die selbst Elvis himself in nichts nachsteht, und nein, ich übertreibe nicht einmal. Diego singt auch regelmäßig, lacht, macht sehr witzige und schlagfertige Bemerkungen und wickelt jeden um den Finger, ob Mann, Frau oder genderneutrale Person.

Aus beruflicher Deformation machte ich mich natürlich sofort daran herauszufinden, mit wem ich es hier eigentlich zu tun hatte, und ich fand The Man auf dem Instagram-Account von OG Jewelers, wo ich ihn anhand des Aussehens seiner Hand und des Schmucks, den er darauf und daran trug, identifizieren konnte. Diego hatte für mich nun ein Gesicht bekommen, obwohl er sich noch viele Monate danach auf eBay Live sorgfältig nicht zeigte, obwohl die Leute durchaus hin und wieder danach fragten. Erst ab August 2026 erschien er manchmal ganz bewusst selbst im Bild. Ich nannte ihn im Chat auch einmal bei seinem Vornamen, bekam dafür aber nur einen milden Hinweis, dass ich keine persönlichen Details nennen dürfe (damals war ich wieder von mute herunter; dazu gleich mehr). Ich war jedoch keineswegs die Einzige, die seinen Vornamen nannte. Auch in eBay-Bewertungen erwähnen manche ihn beim Vornamen. In der ersten Show, die ich von ihm sah, scherzte er, er sei 82 Jahre alt, und ich, noch völlig ahnungslos darüber, wer hier eigentlich sprach (und auch etwas autistisch, denn: alles wörtlich nehmend), dachte, das könne vielleicht tatsächlich stimmen — allerdings hätte er dann erstaunlich junge Hände gehabt. Angesichts seines Showtalents würde ich ihm allerdings ohne Weiteres 82 Jahre Erfahrung zugestehen. Ich fragte ihn im Chat gelegentlich etwas, aber er wich allen persönlichen Fragen aus, und ich schätze ihn auf etwa 32 bis 35 Jahre.

Diego präsentierte sich zunächst gesichtslos als ein Mann mit einer hallenden, full-male Stimme, vor der man durchaus Respekt hat, und makellosen Händen, auf denen teurer Schmuck glänzt. Ich habe noch nie auch nur ein winziges Schmutzteilchen an seinen rosigen Nägeln und Fingern gesehen, und genau diese Hände sind ständig im Bild, wenn er für eBay Live Gold, Silber, Diamanten und mehr präsentiert.

Der erste Kauf — und dann noch zwei weitere

Ich stand also auf mute, was mich ziemlich ärgerte. Plötzlich beschloss Diego, auch seinen silbernen Stitch-Anhänger mit Emaille zur Auktion zu bringen, und aus einem Impuls heraus bot ich darauf. Obwohl der Anhänger für 89 Dollar an mich verkauft wurde, war ich am Ende etwas mehr als 107 Dollar los, inklusive Shipping und Tax. Danach kaufte ich noch einmal ein silbernes Kettchen, das mich etwas mehr als 60 Dollar kostete, und Candy für $7.56, versehen mit Diegos handgeschriebenem „OG♡U“ in Sharpie. Denn jawohl: Dass Diego eine ganz eigene Figur war, zeigte sich an vielerlei Dingen. So verkaufte er hin und wieder auch Candy, wenn er fand, dass ein bestimmter Artikel zu wenig eingebracht hatte. Da ich in derselben Session bereits ein Kettchen gekauft hatte und das Shipping für jeden weiteren Artikel nur noch $1 kosten würde, bot ich auf die Candy. Nach diesen drei Käufen habe ich nichts mehr gekauft. Aber bei meinem allerersten Kauf, dem Stitch, hatte Diego bemerkt, dass mit mir als Käuferin etwas Besonderes war: Ich stand auf mute!

Inzwischen folgte ich OG — beziehungsweise Diego; er verwendet den Namen OG auch für sich selbst, obwohl es eigentlich der Name des Juweliergeschäfts ist — auf Instagram und war in seine DMs gegangen. Dort erklärte ich ihm, dass ich im eBay-Live-Chat nichts sagen konnte, weil er mich gemutet hatte, und dass ich auch glaubte zu wissen, warum: Schon beim allerersten Mal, als ich seine Show besuchte, hatte ich mich kritisch über die Preise geäußert. Dafür entschuldigte ich mich. Diego wirkte wie ein heranfliegender Engel, der telepathisch sofort wusste, dass ich gerade im Instagram-DM-Chat saß. Selbst mitten in seiner Show antwortete er mir dort sofort. Ich wurde von mute heruntergenommen, und alles war — oder schien — wieder Friede, Freude, Eierkuchen. Ich hatte augenblicklich ein seltsam vertrautes Gefühl, als würde ich ihn schon seit Jahren kennen (wer weiß, falls es frühere Leben gibt). Ich wurde im Live-Chat wieder gesehen!

Diese Sätze können die Stammgäste von Diegos eBay Live buchstäblich im Schlaf aufsagen, denn sie wurden wortwörtlich Tausende — Zehntausende — Male wiederholt. Eine kleine Anthologie.

„Opfer“ seines eigenen Erfolgs: „La Familia“

Diego nennt seine eBay-Live-Community liebevoll „La Familia“ und betont, dass jeder in seinem OG-Jewelers-Chat zur „OG Familia“ gehört. Das hindert ihn allerdings nicht daran, seine familia ohne mit der Wimper zu zucken den Höchstpreis zahlen zu lassen. Bei meinen weiteren Recherchen zeigt sich immer wieder, dass Artikel, die er als besonders wertvoll präsentiert, auf eBay selbst oder anderswo im Internet — teilweise exakt dieselben Produkte — für einen Bruchteil seines Preises angeboten werden, zum Beispiel für die Hälfte oder sogar nur ein Fünftel. Das gilt etwa für silberne Disney-Anhänger, die ich auch anderswo fand, und für Invicta-Uhren, nur zwei Beispiele aus einem sehr viel größeren Sortiment. Dass ich offenbar zu den wenigen gehöre, die vor einem Kauf immer erst recherchieren, wurde mir schon bald klar. Viele seiner Käufer, vor allem die meiner Einschätzung nach bewundernden männlichen Kunden vom Macho-Typ „hat viel Geld und will das auch zeigen“, zahlen in seiner Live-Show bereitwillig hundert Dollar oder sogar Tausende Dollar mehr für exakt denselben Silberanhänger oder exakt dieselbe Uhr, als anderswo auf eBay oder im Internet verlangt wird.

In diesem Blog geht es also ausdrücklich nicht um einen kleinen Verkäufer mit einem Jahresumsatz von $1.000 auf eBay, sondern um ein Unternehmen, dessen jährlichen Umsatz ich auf Millionenhöhe schätze und das allein über eBay vermutlich mehrere Hunderttausend Dollar pro Jahr einnimmt. Das kann auch kaum anders sein, denn OG handelt mit Gold, Silber, natürlichen und lab-grown Diamanten, den sogenannten Moissanit-„Diamanten“, AP-, Rolex- und Breitling-Uhren und vielem mehr, das alles zum höherpreisigen Segment gehört. Für diejenigen, die mehr über Moissanit wissen möchten: Streng genommen ist Moissanit selbst kein Diamant, sondern Siliziumkarbid, ein anderes Mineral, das einem Diamanten optisch stark ähneln kann. Bei einem einfachen thermischen Diamanttester kann Moissanit durchaus als Diamant erkannt werden, doch Geräte, die mehrere Eigenschaften messen, können den Unterschied besser feststellen.

Hier muss allerdings gleich ein mildernder Umstand erwähnt werden, denn eBay selbst macht mit einem eBay-Live-Seller wie OG Jewelers meiner Meinung nach unverschämt gute Geschäfte — allein schon dafür, dass dieser die Plattform nutzt. Der Seller muss einen beträchtlichen Teil seiner Einnahmen an eBay abführen. ChatGPT fasst das für uns zusammen:

Bei einem US-amerikanischen eBay-Live-Verkauf führt ein Seller wie OG Jewelers verschiedene Gebühren an eBay ab. Für die meisten Kategorien berechnet eBay 6 % Verkaufsprovision auf den gesamten Verkaufsbetrag, zuzüglich 2,9 % für die Zahlungsabwicklung und einer festen Transaktionsgebühr von $0,30 pro Bestellung. Zusammengenommen bedeutet das also, dass normalerweise 8,9 % des gesamten Verkaufsbetrags an eBay gehen, plus 30 Cent pro Bestellung. Die Verkaufsprovision von 6 % ist außerdem auf $100 pro verkauftem Artikel gedeckelt. Bei einer mehr als fünfstündigen OG-eBay-Live-Show, in der zahlreiche Produkte verkauft werden — die meisten immerhin für über hundert und regelmäßig auch für mehr als tausend Dollar — geht es somit in jedem Fall um beträchtliche Summen, sowohl für OG selbst als auch für eBay.

Aber trotzdem fasse ich mir regelmäßig an den Kopf. So verkauft er zum Beispiel winzige silberne Ohrstecker mit einem einzelnen Stein, erhältlich in verschiedenen Farben. Gemessen an der Menge des verwendeten Rohmaterials kann ihr Wert nicht besonders hoch sein. Ich behaupte übrigens nicht zu wissen, welchen Anteil OG Jewelers tatsächlich selbst herstellt und welcher möglicherweise doch von anderswo stammt, etwa aus Massenproduktion. Aber diese Ohrringe tauchen so häufig auf, dass ich vermute, dass sie in größeren Stückzahlen eingekauft oder produziert werden.

Iced-out ist ihre mit Abstand größte Spezialität: Gemeint ist damit das Besetzen von Ohrringen, Armbändern, Ketten, Uhren, Anhängern und so weiter mit zahlreichen kleinen Steinen, wobei bei den teuersten Ausführungen echte Diamanten verwendet werden können, sehr kleine oder größere, während bei günstigeren Varianten andere Steine zum Einsatz kommen. Das machen sie bei fast all ihren Ketten, Pendants, Armbändern und Ringen und zum Beispiel auch häufig bei Vintage-Rolex-Uhren, bei denen unter anderem die Lünette mit Diamanten besetzt wird. Diese individuell nachbearbeiteten Vintage-Rolex-Uhren kommen dadurch bei eBay nicht mehr für die Authenticity Guarantee infrage. Der Kunde erhält bei einer solchen iced-out-Nachbearbeitung also nicht die Echtheitsprüfung über dieses Programm, die bei einer dafür qualifizierten, nicht individuell veränderten Uhr möglich wäre.

Auf dem heutigen Diamantenmarkt, auf dem lab-grown Diamanten die Preise und die Wertwahrnehmung natürlicher Diamanten deutlich unter Druck gesetzt haben, sind natürliche Diamanten („natural, earth-mined diamonds“, in Diegos Worten), lab-grown Diamanten, Moissanit, simulated diamonds und andere Steine für den durchschnittlichen Käufer außerdem oft nur schwer voneinander zu unterscheiden. Gerade deshalb ist es wichtig, dass genau angegeben wird, welche Steine in einem Schmuckstück verarbeitet wurden. Diego erwähnt das in der Regel auch gewissenhaft: „This goes through the diamond tester and goes beep, beep, beep!“, wenn er zum Beispiel über Moissanit spricht. Der durchschnittliche Käufer hat während einer solchen Live-Show jedoch keine direkte Möglichkeit, selbst zu überprüfen, ob ein Stein tatsächlich das ist, als was er beschrieben wird, und muss sich daher in erheblichem Maße auf die Angaben des Verkäufers verlassen. Simulated diamond ist übrigens keine bestimmte Steinart, sondern ein Sammelbegriff für Materialien, die das Aussehen eines Diamanten nachahmen, etwa Cubic Zirconia, Glas oder andere farblose Steine. Der Käufer sieht sich so mit einer schwindelerregenden Vielfalt rund um das Thema „Diamant“ konfrontiert — von „natürlichen Diamanten“ und „lab-grown Diamanten“ über „Moissanit“ bis hin zu „simulated diamonds“. Nur ein Bruchteil der Käufer wird seine Schmuckstücke oder Uhren mit welcher Art von „Diamanten“ auch immer nach Erhalt zu einem örtlichen Juwelier bringen, um sie unabhängig testen zu lassen.

Diego scherzte einmal während seiner eBay-Live-Show, als es im Winter Anfang 2026 im Osten der USA eine enorme Kältewelle gab, diese sei dadurch verursacht worden, dass OG Jewelers so viel iced-out-Schmuck per Post verschicke. Damit hatte er die Lacher wieder auf seiner Seite. Die meisten ihrer Schmuckstücke enthalten also irgendeine Form von ice-out; selbst der Stitch, den ich gekauft habe, hat ein „iced-out“ Bäuchlein.

Zurück zu diesen Ohrringen. Diego verkaufte und verkauft sie sowohl einzeln als auch — vor allem gegen Ende seiner Shows, als „Belohnung“ — in ganzen Boxen mit jeweils zwölf Paaren. Umso größer war meine Überraschung, als eine solche komplette Box mit zwölf Paaren in all den verschiedenen Farben mehrmals für rund 78 Dollar verkauft wurde, während in einer späteren Show buchstäblich ein einziges Paar daraus für mehr als 80 Dollar über den Tisch ging. In einer aktuellen Show im September 2026 wurde es sogar noch kurioser, als OG/Diego die gesamte Box für $48 verkaufte.

Diego versteht es, seine Kunden mit seinem Charme, seinem Charisma und seinen lobenden Worten derart in Begeisterung zu versetzen, dass die Leute, mit Dollarzeichen, Herzchen oder beidem in den Augen, blind den absoluten Höchstpreis für ein Paar winziger Ohrringe bezahlen, das in einem gewöhnlichen Ladengeschäft vielleicht einen realistischen Verkaufswert von höchstens $15 hätte. Der eben erwähnte Kunde, der also nur ein einziges Paar kaufte, zahlte am Ende insgesamt etwa 102 Dollar — Shipping und Tax kamen schließlich noch hinzu — für ein Paar mit einem geschätzten Ladenwert von $15.

Aber es geht noch weiter. In diesen Hunderten Stunden Showtime habe ich so viele Verkäufe an ein und dieselben Kunden gesehen, dass mir schwindelig wurde. So weit reicht Diegos Charme, dass er ein und derselben Person ganz unbekümmert exakt dieselben Ohrringe, Uhren und was weiß ich noch alles erneut verkaufte. Mit anderen Worten: Die Leute wurden derart aufgeputscht, dass sie Dinge, die sie längst zu Hause hatten — oft bereits bei ihm gekauft, manchmal sogar mehrfach — einfach immer und immer wieder kauften. Nehmen wir etwa die berüchtigten Mass-Market-Uhren von Invicta: Auch die kauften sie immer wieder. Während exakt dieselben Invicta-Uhren beispielsweise von Invicta (!) selbst für 25 oder höchstens 50 Dollar neu online verkauft werden, zahlten sie Diego/OG bereitwillig fast 200 Dollar dafür.

Einige Leute im Chat, die etwas „wacher“ waren, machten darüber gelegentlich ziemlich bissige Witze, und manche von ihnen wurden gebannt. Ich selbst äußerte keine Kritik mehr, weil ich nicht erneut gemutet oder gebannt werden wollte (wurde aber trotzdem immer wieder gemutet — nie gebannt; dazu später noch etwas mehr). Doch Diego ließ sich nicht beirren. Währenddessen zahlte ein Kunde für eine solche massenproduzierte Invicta-Uhr mitunter 150 Dollar mehr, als sie anderswo kostete.

Und warum taten — und tun — diese Kunden das während der Auktionen? Da spielt sich etwas im Gehirn ab, das sagt: Ich will das haben, und du bekommst es nicht. Hinzu kommt aber auch, dass sie von dem legendär guten Verkäufer Diego aufgeputscht werden, und sogar … sich in den Verkäufer verlieben. Jawohl. Viele erwachsene und reiche Kerle — oder zumindest reich an Kreditkarten — riefen und rufen Diego in seinem Chat regelmäßig zu: „I love you.“ Es ist alles liebevoll „Bro“ und „Buoy“ (mit dieser coolen uo-Aussprache), und sie meinen es ernst. Diego ist dabei immer sehr aufmerksam und ruft zurück: „WE love you too.“ Nur selten heißt es: „I love you too.“ Diego behält den Kopf auf den Schultern — er jedenfalls.

Doch die Dinge begannen aus dem Ruder zu laufen. Diego wurde allmählich zu einem „Opfer“ seines eigenen Erfolgs. „Mysterious Lady“ war ein Beispiel dafür. Ich habe alle echten eBay-Namen leicht verändert, damit die Privatsphäre gewahrt bleibt; den Stammgästen in Diegos Chat wird allerdings klar sein, wen ich meine. Ich werde nur einige wenige Beispiele von Kunden nennen, die sich bei Diego in over their heads wiederfanden. Darunter waren sowohl Männer als auch Frauen.

Bei der Darstellung von „Mysterious Lady“ habe ich mich für die vollständigen Screenshots entschieden, damit auch Datum und Chronologie sichtbar bleiben:

Mysterious Lady

Eine der Personen, die einfach immer weiterkaufte, selbst wenn sie längst alles zehnmal hatte, war Mysterious Lady [Name leicht verändert]. Ich war ohnehin fast jeden Abend während der gesamten Shows dabei und sah mit an, wie sich das Ganze wie ein dramatisches Theaterstück entfaltete. Ihren eigenen Angaben zufolge war sie Krankenschwester und arbeitete ziemlich lange (Nacht-)Schichten. Mit jemandem, den ich hier Snowgal nennen werde [Name ebenfalls leicht verändert], war sie ein Herz und eine Seele.

Mysterious Lady schien einen ziemlich deutlichen Crush auf Diego entwickelt zu haben, und um ihn dazu zu bringen, ihren Namen ständig zu rufen und durch die Show schallen zu lassen, kaufte sie einfach immer weiter. Einmal telefonierten die beiden sogar mitten in der Sendung live miteinander, und danach stieß er einen Urschrei aus, als wäre er der glücklichste Mann der Welt. Aber es begann aus dem Ruder zu laufen. Sie verlangte immer mehr Aufmerksamkeit und forderte sogar, dass er ihr außerhalb der Show textete und sie anrief. Er versuchte, sich darum immer ein wenig herumzureden, oder sagte, dass er ihr tatsächlich eine Nachricht geschickt habe — aber dann war es „nur“ über eBay gewesen, nicht an ihre private Nummer. Die Stammgäste wussten zwar, dass er verheiratet war und Kinder hatte — eines der wenigen persönlichen Dinge, die er gelegentlich erzählte — und es gab regelmäßig Wortwechsel zwischen Diego und Leuten im Chat, doch das tat der Sache offenbar keinen Abbruch.

Zu meiner Überraschung ließ Diego sich selbst immer stärker darauf ein, als sich zeigte, dass sie wirklich fast jeden Abend für viele Hunderte Dollar weiterkaufte — in meinen Augen alles Unsinn, etwa endlos viele derselben Ohrringe in verschiedenen Farben, Silberketten in allen möglichen doppelten Größen und sogar doppelt gekaufte Invicta-Uhren. Natürlich wollte er seine gute Kundin nicht verlieren, doch nun zahlte er selbst ganz offensichtlich einen Preis völlig anderer Art. Er begann sie in der Show sogar seine „Internetwifie“ zu nennen, und das war für mich der Moment, an dem das kein lustiges Spielchen mehr sein konnte. Diego wirkte nun auch merklich nervöser in Bezug auf sie — jedenfalls war das meine Beobachtung. Und irgendwann war wirklich Schluss. Eines Tages kam sie wieder in die Show, und Diego sagte: „Du bist hier nicht mehr willkommen“, und warf sie aus dem Chat. Sie hatte gerade noch etwas in der Art von „WTF, das kannst du doch nicht mit mir machen“ in den Chat rufen können — als wäre das bei ihr als sehr hochwertiger Premiumkundin tatsächlich undenkbar. Einige Shows später bestätigte er auch, dass er sie gebannt hatte.

Ab diesem Zeitpunkt oder kurz danach kam es zu einem Kurswechsel. Die Show lief nicht mehr nahezu jeden Tag, und plötzlich brachte er zwei neue Verkäufer mit ins Spiel: Lino (eine Frau) und Logan (ein Mann). Anfangs stießen die beiden jedoch auf regelrechten Unwillen bei den Leuten, die nun einmal so verrückt nach Diego waren, und was die Verkaufsleistung anging — also schlicht, wie viele Dollar sie hereinholen konnten — kamen sie nicht einmal in die Nähe seines Schattens. Da war der erste große Riss in der Magie.

Snowgal

Snowgal war, wie gesagt, eng mit Mysterious Lady befreundet, und einmal nannte sie im Chat sogar ihren vollständigen eigenen Namen und sagte, dass sie auf Facebook sei. Das sagte sie nicht zu mir, aber aus beruflicher Deformation machte ich mich natürlich sofort auf die Suche. Und tatsächlich: sofort gefunden. Snowgal lebte, wie sich herausstellte, genau wie ich in Kalifornien und schien ebenso wie ich zu den Menschen zu gehören, die irgendwie „zwischen zwei Jobs“ oder beruflich schwer einzuordnen sind. Neben mir selbst ist sie so ziemlich die Einzige, die von Anfang an dabei war und blieb. Genau wie für mich war das für sie Zeitvertreib, und genau wie ich hatte auch sie nur im ersten Monat beziehungsweise in den ersten Monaten ein paarmal etwas gekauft.

Zwischen ihr und Diego gab es ständig eine merkwürdige Kommunikationshürde. Sie war sehr präsent — im Gegensatz zu mir; ich sagte fast nie mehr etwas, ich war einfach da — und verhielt sich, als wäre sie bei OG Jewelers angestellt und dafür zuständig, den „Chat in geordneten Bahnen zu halten“. Obwohl Diego das manchmal durchaus zu schätzen schien, ging offenbar auch sie ihm zunehmend gewaltig auf die Nerven, denn sie wurde ständig gemutet. Im Gegensatz zu mir schien — und scheint — sie einfach nicht zu verstehen, dass auch der Mensch Diego seine Nerven und seine Grenzen hat, und sie fragte immer wieder, warum sie schon wieder auf mute stand.

Diego hatte inzwischen nämlich auch eine „VIP-WhatsApp“-Gruppe gestartet, und dort fragte sie dann, warum sie in der Show nicht gehört und gesehen werde. Und manchmal war sie wieder im Chat und sprach dann über die Zeit davor, in der sie offenbar auf mute gestanden hatte. Daraufhin schickte ich ihr über WhatsApp eine DM und schrieb, dass Diego auch mich ständig mutete und was meiner Meinung nach der Grund dafür war. Denn auch ich bemerkte, dass die wenigen Sätze, die ich überhaupt noch schrieb, nur gelegentlich durchkamen. Bei seinen Stellvertretern Lino & Logan — denn genau das waren und sind sie; sie wurden einfach nie zu vollwertigen Verkaufsstars wie Diego — kam ich noch eine Weile im Chat durch, doch danach ging es mit dem Muten wieder bergab. Und ich sagte wirklich nichts Besonderes und ohnehin fast nie mehr etwas.

Aber offenbar hatte ich bei Diego einen Nerv getroffen, und Diego mutete, wie ein echter launischer König auf seinem Thron, links und rechts — er war immer dabei, auch wenn Lino & Logan die Show machten — Snowgal, mich und auch andere Leute. Die VIP-Gruppe auf WhatsApp erwies sich als kein Erfolg und blieb bei etwas über 80 Mitgliedern hängen. Als sich zeigte, dass unzufriedene Kunden nicht nur gelegentlich im Chat während der Live-Shows, sondern auch im VIP-Chat ihrem Ärger Luft machten, wurden dort die Regeln stark verschärft und nur noch Admins durften Nachrichten posten. Auch dort wurde mute also als Mittel eingesetzt.

Zum Zeitpunkt der Abfassung dieses Blogs bin ich noch immer nicht hinausgeworfen worden: weder aus OG Jewelers Live noch aus der „VIP“-Gruppe. Diego hatte mich auch nie aus der Show gebannt und wusste sehr wohl, dass ich da war, denn sowohl er selbst als auch Informationen von eBay zeigten, dass Seller sehen können, welche Namen im Chat anwesend sind. Gegenüber anderen ließ er jedoch nie wieder erkennen, dass er mich sah; ich wurde „nur“ toleriert.

Snowgal reagierte nie auf meine WhatsApp-Nachricht und verließ die Gruppe später wieder — sie kam mehrmals zurück und trat dann erneut aus. Offenbar glaubte sie weiterhin, dass hinter Diegos Verhalten keine persönliche Irritation über sie steckte, während es für mich völlig offensichtlich war, dass er sie zumindest häufig als Klotz am Bein empfand. Genau wie ich war sie für Diego finanziell nur ein peanut, aber auch das schien sie nicht zu begreifen, denn mit einem meiner Meinung nach unangebrachten Gefühl von Autorität bezeichnete sie sich selbst als „Stammkundin“. Doch genau wie ich hatte sie insgesamt vielleicht knapp 200 Dollar ausgegeben; für Diego ist das eher ein afterthought.

Soweit es in den Shows und in der WhatsApp-Gruppe sichtbar und belegbar war, sagte Diego ihr nie klipp und klar, dass sie sich im Chat nicht so als Einmischerin aufspielen solle oder etwas in dieser Art. Was außerhalb des sichtbaren Geschehens oder hinter den Kulissen sonst noch zwischen ihnen gesagt wurde, weiß ich selbstverständlich nicht. Sie konnte auch Männern im Chat gegenüber ziemlich bissig werden und schien dann nicht zu begreifen, dass Diego seine wirklich wichtigen Kunden bei Laune halten wollte.

Einer der Männer, mit denen sie in Diegos Chat aneinandergeriet, schenkte ihr nach der Versöhnung über eBay Live — und damit während Diegos Show — allerdings einen Hamsa Hand Pendant 925 Fine Silver, der auf OGs Website derzeit für $300 angeboten wird. Der Preis, der damals im Chat dafür genannt wurde, lag — aus dem Gedächtnis — irgendwo bei $175 bis $200, und sie nahm das Geschenk auch an.

So zeigt sich, dass auch La Familia ihre Grenzen hat, doch gerade Diego selbst sorgt als Erster für Unklarheit darüber, wo diese Grenzen eigentlich verlaufen. Er sucht ausdrücklich Nähe, fördert Beteiligung und zeigt den Leuten öffentlich viel Wertschätzung — etwa indem er ihre Namen immer wieder ruft und sie als Stammgäste anerkennt —, während er dieselben Personen gleichzeitig manchmal mutet oder auf andere Weise ausbremst, ohne offen deutlich zu machen, warum. Das verleiht seiner Rolle etwas von einem Janusgesicht: Auf der einen Seite lockt und belohnt er Beteiligung, auf der anderen lässt er nicht immer erkennen, wann genau diese Beteiligung ihn zu irritieren beginnt oder ihm zu viel wird. Damit liegt die Verantwortung für das, was innerhalb seiner familia aus dem Ruder läuft, keineswegs allein bei dem betreffenden „Familienmitglied“.

Jiu-Jiu

Nach ein paar Monaten war mir völlig klar, dass viele Leute, vor allem Männer, Diego zuriefen, dass sie ihn liebten — und das wahrscheinlich auch aufrichtig meinten, und zwar nicht nur als Juwelier —, Diego selbst jedoch vor allem eine Rolle spielte. Ich schließe nicht aus, dass manche seiner Kunden Diego durchaus sympathisch oder sogar lieb waren oder sind, doch was sie offenbar nicht bemerkten, war, dass er stets eine gewisse Distanz wahrte. Mehrmals erzählte er dem Chat auch, dass manche Leute Hunderttausende Dollar bei OG ausgegeben hätten, dass aber Schluss sei, „wenn sie anfingen, ihn zu bedrohen“. So hatte er einen sehr reichen Stammkunden, der plötzlich mit der Forderung gekommen war, das Gekaufte müsse noch am selben Tag verschickt werden, verbunden mit einer Aussage darüber, was passieren würde, falls dies nicht geschähe, die als Drohung aufgefasst werden konnte. Daraufhin hatte Diego diesen Kunden, der Hunderttausende Dollar bei ihm ausgegeben hatte, gebannt und als Kunden ausgeschlossen.

Jiu-Jiu [Name geändert, für Leute aus dem Chat aber noch erkennbar] war ein solcher sehr reicher Kunde. Er war bei der NASA tätig und sprach jedenfalls von einer Gruppe von ungefähr zwanzig Personen, die eine Ausbildung oder ein bestimmtes Programm abgeschlossen hatten und denen er zum Abschied jeweils einen silbernen Astronauten-Anhänger schenken wollte, einen „Iced Out Astronaut Pendant 925 Silver“, mit einem regulären OG-Retailpreis von $480 pro Stück. Zu diesem Zeitpunkt hatte er hier und da bereits kräftig Geld bei Diego ausgegeben, also war dies nur einer seiner side gigs.

Jiu-Jiu schien asiatische Wurzeln zu haben und war mit Diego die dicksten Freunde, als sich herausstellte, dass er gleich zwanzig dieser teuren silbernen Astronauten-Anhänger kaufen wollte. Später wollte Diego ihn auch noch mit passenden Silberketten „hooken“ („I’ll hook you up“ ist eine von Diego in diesem Zusammenhang häufig verwendete Redewendung). Sie waren die allerbesten Freunde, doch als Diego einmal scherzhaft als Reaktion auf Jiu-Jiu einen dieser asiatischen Kampfsport-Rufe aus Hollywoodfilmen — „Hiii-yah!“ — nachmachte, erklärte Jiu-Jiu würdevoll, dass er doch gerne mit kulturellem Respekt behandelt werden wolle.

Diese „Liebesaffäre“ ging wochenlang weiter, bis auch hier plötzlich ein deutlicher Knick kam und Jiu-Jius letzter Kommentar im Chat dieser war: [siehe Screenshot]. Und damit war wieder ein treuer La Familia-Kunde verschwunden, der nie mehr zurückkehren sollte:

Dayati

Auch den Namen „Dayati“ habe ich etwas verändert, sodass manche Leute aus dem Chat ihn noch erkennen werden, der Mann ansonsten aber anonym bleibt. Das war wieder so ein merkwürdiger Nebenstrang in der ganzen Soap rund um Diego. Auch dieser Mann war „steinreich“ und kaufte viel. Plötzlich hatte er ein Auge auf Valentina geworfen. Damals war sie noch lediglich als Diegos Assistentin bekannt, neben den Live-Hosts Lino & Logan also. Eine blonde, langhaarige Frau mit dunklen Augen und gesträhntem, von Natur aus jedoch dunklem Haar. Genau wie Diego war auch sie die ganze Zeit nur eine Stimme gewesen und außerdem Mitarbeiterin in der WhatsApp-VIP-Gruppe, doch Dayati war offenbar plötzlich der Meinung, er könne Valentina an Land ziehen und Geld und Geschenke seien dafür das erfolgversprechende Mittel.

Er ließ Diego mit teuren, dicken Silberketten kommen und verlangte dabei allerdings, dass Valentina ins Bild kommen müsse, um sie um den Hals zu präsentieren. Die Atmosphäre im Chat und drum herum wurde für mich einige Wochen lang geradezu bedenklich. Es wirkte beinahe so, als würden plötzlich „Damen gehandelt“. So weit ging es zum Glück nicht, aber Valentina tat, worum sie gebeten wurde, und erschien tatsächlich mehrfach im Bild, mit tief ausgeschnittenem Dekolleté und engen Tops, während sie flirtende Küsschen in Richtung Kamera verteilte und Dayati damit offenbar einen Finger — aber nicht die ganze Hand — reichte, ganz so, wie Diego das zuvor auf seine Weise getan hatte. Sie ließ ihr Haar elegant durch die Luft um sich herumfallen und posierte in allerlei Haltungen für den fordernden Dayati. Das ging so weit, dass es tatsächlich für einen kurzen Moment so wirkte, als wäre sie nun bereits seine Freundin und er hätte also „Erfolg gehabt“. Zu einem anderen Mann im Chat sagte er am Sonntag, dem 28. Juni 2026, sogar herrisch: „No I already got her… She mine chat.“

Und während bei all dem Geld für Geld verkauft wurde — siehe die nächste Zwischenüberschrift, denn auch das passiert in dieser Show —, sagte er, Diego solle doch einfach einen Stack herausziehen und ihn Valentina als Trinkgeld geben. Auch Lino, die weibliche Co-Host neben Diego, durfte seiner Meinung nach einen Griff in den Dollar-Stack machen. Lino blieb übrigens stets ganz bewusst außerhalb des Bildes. Einmal schwenkte Diego seine Kamera herum, doch als sie auf sie gerichtet war, verdeckte sie schnell ihr Gesicht. Ich schaffte es trotzdem noch, einen Screenshot zu machen (berufliche Deformation, ich erwähnte es bereits).


Sehr, sehr groß war meine Überraschung, als sich erst Monate später herausstellte, wie die Dinge tatsächlich lagen — oder sagen wir, um auf der sicheren Seite zu bleiben: ganz anders. Valentina war kein „Freiwild“, sondern stellte sich … laut Diego als seine wife heraus. Jedenfalls! Plötzlich sprach Diego bei eBay Live von seiner Frau und zeigte sogar ein paar Fotos von sich und Valentina auf seinem Handy, in einer strike-a-pose-Pose, die ich durchaus als „sexy“ einstufen würde. Davon machte ich natürlich wieder Screenshots; das war am 2. August 2026. Diego hatte Dayati also all die Zeit über — zumindest soweit es im Chat und in der WhatsApp-VIP-Gruppe sichtbar war — in keiner Weise klargemacht, dass Valentina nicht Single war. Für mich lag daher die Schlussfolgerung nahe, dass er mit seiner wife Valentina meinte.

Auch der sehr gute Kunde Dayati verschwand kurze Zeit später aus dem familia-Bild. Ich habe nicht versucht nachzuprüfen, ob Valentina tatsächlich Diegos Frau ist.

Foto 1: Diego zeigt bei eBay Live Foto(s) von Valentina und sich selbst.
Foto 2: Diego und Valentina gemeinsam im Bild während eBay Live.

Im Angebot

Was OG Jewelers während eBay Live anbietet, ist erheblich vielseitiger, als man es von einem gewöhnlichen Juweliergeschäft erwarten würde. Damit komme ich zum zweiten Standbein dieses Familia-Blogs: den Produkten und Verkaufsformen selbst. Von Gold, Silber und Uhren über Süßigkeiten und Stapel von Banknoten bis hin zu den sogenannten Breaks: Auch hier wird schnell deutlich, dass OG Jewelers die Grenzen eines gewöhnlichen Juweliergeschäfts weit hinter sich lässt.

The usual: Gold- und Silberschmuck, mit oder ohne Diamanten, Edelsteine oder Emaille besetzt (Ketten, Anhänger, Ohrringe, Armbänder usw.), aber auch Bullion, Münzen, Silber- und Goldschrott, Gold- und Silberbarren und mehr

Lose Diamanten und lose andere Edelsteine

Selbsterklärend.

Penny Drops

Ein Penny Drop ist im Grunde ein kleines Giveaway innerhalb der Live-Show: Ein echter Artikel mit normalem Verkaufswert wird für nur wenige Cent angeboten. Wer es am schnellsten schafft, „Max Bid“ nach rechts zu schieben, gewinnt. Dabei gilt also nicht ganz: gleiche Bedingungen für alle, denn tatsächlich gewinnt derjenige mit der schnellsten Internetverbindung und der schnellsten Reaktionszeit. Meist bleiben dafür nur drei Sekunden, manchmal höchstens zehn, und die Uhr wird beim Bieten nicht verlängert, wie es bei normalen Auktionen der Fall ist. Der Gewinner zahlt für das Produkt selbst also praktisch nichts und höchstens die üblichen Versandkosten, sofern diese anfallen. Solche Penny Drops kommen in den eBay Lives, die ich verfolge, während einer mehrstündigen Sendung meist nur ein- oder wenige Male vor. Die verschenkten Artikel können dabei durchaus einen beträchtlichen Wert haben, manchmal sogar bis zu mehreren Hundert Dollar.

Ich selbst versuchte regelmäßig mitzumachen, aber manchmal waren die drei Sekunden schon vorbei, bevor ich überhaupt die Chance hatte, den Bid-Slider zu bewegen. Und außerdem: Mit einer langsameren Verbindung als der schnellste Bieter startet man dabei schlicht mit einem Nachteil.

(Rolex, AP …) Wanduhren

Dollars fresh & crispy

Nein, das ist kein Scherz, und vielleicht werden Sie dabei doch kurz stutzen. Mit einer gewissen Regelmäßigkeit verkauft Diego Dollarnoten, frisch und crisp, also in originalen Bankbündeln und laut Diego direkt von einer Federal Bank stammend. Das kann man sich ungefähr so vorstellen: Fast jeder bei eBay Live bezahlt mit einer Kreditkarte. Auch manche Debitkarten bieten in den USA Cashback oder andere Rewards, doch Kreditkarten sind in dieser Hinsicht meist attraktiver. Der Vorteil einer Debitkarte wiederum besteht darin, dass das Geld direkt vom Konto abgebucht wird und man sich somit keine Dinge mit Geld aneignen kann, das man möglicherweise noch gar nicht hat. Bei einer Kreditkarte ist es selbstverständlich wichtig, die nächste Abrechnung vollständig zu begleichen. OG/Diego bietet ein Bündel Bargeld an, Sie bieten etwas darüber, sagen wir $2350 für ein Paket mit $2000 in Zwei-Dollar-Scheinen, und zahlen zusätzlich noch $10 Shipping plus Tax. Etwa eine Woche später bekommen Sie dann ein Paket „wie jedes andere“ geliefert, nur dass darin tatsächlich Bargeld steckt: voilà, Ihr Bankautomat frei Haus, maßgeschneidert geliefert.

Und hier wird es „pikant“. Diego hat während eBay Live mehrfach komplette Stapel nagelneuer, crisp $2-Scheine verkauft, in den originalen Bündeln, wie sie von der Bank kommen. Dabei handelte es sich nicht um seltene oder gegradete Sammlerbanknoten, sondern um ganz gewöhnliches, aktuelles US-Bargeld, das zum Nennwert ausgegeben werden kann. Eines der Pakete, das ich mehrmals vorbeikommen sah, bestand aus $2.000 in $2-Scheinen. Das scheint in direktem Widerspruch zu eBays eigener Collectible Currency Policy zu stehen. Dort heißt es:

“Listings for current, exchangeable, ungraded currency from any country worldwide cannot exceed $1,000 in value, whether in a single listing or in a combination of multiple listings.”

Mit anderen Worten: eBay setzt für solches gewöhnliches, einlösbares und ungegradetes Bargeld eine Obergrenze von $1.000 fest. Ein Paket mit $2.000 in gewöhnlichen $2-Scheinen entspricht genau dem Doppelten dieses Limits. Zudem scheint dies keine Regel zu sein, die für eBay Live außer Kraft gesetzt werden könnte. Laut eBay müssen Verkäufer bei eBay Live ebenfalls die allgemeinen Vorschriften für verbotene und eingeschränkte Artikel einhalten.

Ich habe mehrere Screenshots solcher Verkäufe aufbewahrt. Unten sehen Sie sowohl ein Beispiel für die von OG angebotenen $2.000 in $2-Scheinen als auch die entsprechende Passage aus eBays eigener Richtlinie.

Übrigens verteilt Diego Dollar auch regelmäßig als Giveaways; so legt er zum Beispiel den ersten zehn Käufern einen „lucky“ Zwei-Dollar-Schein bei, und die Leute bitten ihn dann immer wieder, ihn zu unterschreiben. Bei den Giveaways geht es häufig um Beträge zwischen 40 und 500 Dollar, und Diego erwähnte mehrmals, dass diese von eBay selbst finanziert würden beziehungsweise werden. Das kann ich natürlich nicht überprüfen. „Should we do a Give-away? Should we? I don’t know, OG. I don’t know.“ (ein häufig gehörter Satz von Diego)

Candy

Nur ganz gelegentlich verkauft Diego auch Candy oder etwas anderes, das nicht in die Kategorie Metalle und Edelsteine fällt. Einfach nur zum Spaß. Da ich bereits ein Silberkettchen gekauft hatte, konnte ich auf diese sauren Gummies bieten; die zusätzlichen Versandkosten betrugen nur noch 1 Dollar.

Uhren

Was Uhren betrifft, kommen bei OG Jewelers so ziemlich alle berühmten und hochpreisigen Marken vorbei, aber eben auch die günstigsten aus dem „immerhin noch zuverlässigen Segment“, wie Invicta und Casio. Bei den teureren Marken — Rolex, Audemars Piguet (AP), Patek Philippe, Cartier, Omega, Vacheron Constantin und Breitling, um nur einige zu nennen — handelt es sich bei OG Jewelers häufig um Aftermarket-Uhren, einen bei OG sehr zentralen Begriff. Gemeint sind damit Veränderungen, die nicht vom ursprünglichen Uhrenhersteller selbst, sondern nachträglich von Dritten wie OG Jewelers vorgenommen wurden, etwa das Hinzufügen von Diamanten. Diese customized Aftermarket-Uhren kommen nach einer solchen Bearbeitung nicht mehr für eine Authentifizierung durch eBay infrage. Und genau das ist nun einmal eine große Spezialität von OG Jewelers: das Besetzen der Lünette und manchmal auch des Armbands mit Diamanten. Dadurch wird eine solche Uhr wegen der hinzugefügten Diamanten und der erforderlichen Juwelierarbeit zwar teurer in der Herstellung, meiner Ansicht nach aber hinsichtlich ihres tatsächlichen Marktwerts eher weniger wert, weil das ursprüngliche Modell dadurch verändert wird.

Hinzu kommt, dass solche iced-out-Bearbeitungen, wenn sie von einem erfahrenen Juwelier ausgeführt werden, kleinere Beschädigungen oder Unvollkommenheiten an Teilen der Uhr dem Blick entziehen können. Das muss selbstverständlich nicht der Zweck einer solchen Bearbeitung sein, macht den ursprünglichen Zustand der Uhr für einen Käufer jedoch schwieriger zu beurteilen.

Für einen Juwelier ist eine solche Bearbeitung also sowohl arbeitsintensiv als auch potenziell profitabel, für den Kunden dagegen — so fantastisch er all den Bling-Bling vielleicht auch findet; vereinfacht gesagt gibt es hier Haters und Lovers und beinahe nichts dazwischen — wird der Kauf auf jeden Fall ein gutes Stück unsicherer. Passend dazu sah ich in der WhatsApp-VIP-Gruppe, als Kunden dort noch tatsächlich antworten konnten, einige Male Meldungen von Kunden, dass ein Stein aus ihrer Uhr oder ihrem Ring gefallen sei. Dabei beklagten sie sich auch darüber, dass der Kundenservice von OG einfach nicht reagierte. Jedenfalls mussten sie erhebliche Mühe auf sich nehmen, um Ersatz oder Hilfe zu bekommen.

Pokémon und verwandte Karten

Das war nur während eines kurzen Abschnitts des Zeitraums der Fall, den dieser Blog umfasst.

Überraschungsboxen mit garantiertem Wert

Hier können die Teilnehmer von eBay Live auf Boxen mit einem bestimmten garantierten Wert bieten, ohne zu wissen, was sie bekommen werden. In meinem Beispiel ging es um Rolex-Uhren, und diese wurden tatsächlich von einigen Personen blind gekauft. Das ist von eBay erlaubt, doch hier gibt es eine mögliche Komplikation: Da OG Jewelers fast immer pre-owned Rolex-Uhren verkauft, die zum weitaus größten Teil nachträglich zu den bereits erwähnten iced-out-Exemplaren umgearbeitet werden, haben wir es hier häufig mit den schon genannten Aftermarket-Uhren zu tun. Dadurch muss sich die Wertgarantie — in einem solchen Fall vielleicht $15.000 — auf das Vertrauen und die eigene Recherche des Käufers stützen, sofern es sich tatsächlich um Aftermarket-Rolex-Uhren handelt. Von diesen Verkäufen hatte ich keine Screenshots der späteren Enthüllung gemacht, sodass ich bei diesen beiden Fällen nicht mehr feststellen kann, ob es tatsächlich Aftermarket-Rolex-Uhren waren:

Überraschungsboxen, aber mit einem deutlich stärkeren Glücksspielelement

Auch hier bieten die Leute, doch das Glücksspielelement ist um ein Vielfaches größer. Im unten gezeigten Beispiel geht es um Tennis Bracelets, deren von Diego angegebener beziehungsweise behaupteter Wert zum Beispiel zwischen $200 und $300 bis hin zu $600 lag. Es gab jedoch einen lucky Gewinner mit einem Tennis Bracelet aus 10K Gold mit Natural Diamonds, das laut Diego einen Wert von rund $20.000 hatte. Diesen Betrag muss ich aus dem Gedächtnis rekonstruieren.
Auf Grundlage meiner geschätzten 700 Beobachtungsstunden habe ich stark den Eindruck, dass Diego bei solchen Bewertungen gewöhnlich ziemlich genau an die äußerste Obergrenze dessen geht, was noch einigermaßen plausibel klingt.

Hier wird sofort etwas Wichtiges deutlich. Die Leute beginnen zu bieten, und fast immer gibt es ein oder zwei Personen — jedenfalls wieder nach meiner Beobachtung —, die immer mehr Plätze reservieren beziehungsweise kaufen, weil dadurch ihre Chance auf den Hauptpreis steigt. Und mathematisch stimmt das an sich auch: Mehr Spots bedeuten eine größere Chance. Doch genau darin liegt die Falle. Eine größere Chance ist noch lange keine Sicherheit, und je mehr Spots jemand kauft, desto stärker kann der ausgegebene Betrag völlig außer Verhältnis zu der zusätzlichen Gewinnchance geraten, die er sich damit erkauft. Und dann passiert natürlich genau das: Jemand, der „nur“ einen oder zwei Plätze (Boxen) gekauft hat, zieht am Ende mit dem behaupteten High-Value-Preis davon. Davon habe ich inzwischen wirklich buchstäblich viele Beispiele gesehen.

Und erst recht bei dem Abschnitt, der gleich folgt, über die sogenannten Breaks mit den angeblich sündhaft teuren AP- und anderen Uhren. Leute, die buchstäblich rund $5K–6K oder sogar noch mehr für eine ganze Reihe von Boxen ausgegeben hatten, mussten dann trotzdem bedröppelt mit ansehen, wie irgendein Hans im Glück mit seinem einen Spot — oder vielleicht zwei Spots — den Hauptpreis abräumte. Und auch hier gilt wieder die „Aber“-Einschränkung. Behauptete Werte von rund $20.000 und, im Fall von AP-Uhren, häufig etwa $49.999 (eine Summe, die ich bei den AP-Uhren immer wieder auftauchen sah), sind genau das: behauptete Werte.

Hier ergibt sich jedoch schon das nächste Problem mit eBays eigenen Regeln. Mystery Boxes sind bei eBay Live erlaubt, doch eBay legt ausdrücklich fest, dass dabei kein Artikel mit einem besonderen Geld- oder Sammlerwert hervorgehoben werden darf, es sei denn, dieser Artikel ist bei jedem Kauf enthalten. In diesem Fall gab es jedoch gerade einen klar herausgehobenen Hauptpreis unter vielen deutlich niedriger bewerteten Tennis Bracelets. Die Teilnehmer boten viele Hundert Dollar auf einzelne Boxen, ohne zu wissen, welches Bracelet sie erhalten würden. Damit ähnelt die Konstruktion stark genau jenem Glückselement, das eBay Live ausdrücklich verbietet: für die Chance auf einen außergewöhnlich wertvollen Artikel zu bezahlen, statt für einen im Voraus klar beschriebenen Kaufgegenstand.

eBay-Grundsatz zu Glücks- und Gewinnspielen
eBay-Live-Grundsatz

Intermezzo: OG/Diego setzt Constantia (mich) regelmäßig auf mute (bannt sie aber nie) und blockiert sie auf Instagram

Es ist bereits einige Male zur Sprache gekommen: die OG/Diego-Mutes. Snow Gal bemerkte es, ich bemerkte es, und es gab auch andere, die zum Beispiel in der WhatsApp-Gruppe, als das dort noch möglich war, fragten beziehungsweise meldeten, ob sie in der Live-Show überhaupt noch gesehen würden, weil auf ihre Nachrichten konsequent nicht reagiert wurde. Was mich selbst betrifft, bemerkte ich immer wieder, dass ich offenbar auf mute stand; ganz selten wurde ich plötzlich wieder von mute genommen, oder es stellte sich heraus, dass das bereits geschehen war, denn dann kam auf einmal doch eine Reaktion im Chat. Und glauben Sie mir: Ich fragte wiederholt ausdrücklich, ob irgendjemand meine Nachrichten sehen könne. Irgendwann fiel sogar physisch auf, dass meine Nachrichten nicht mehr durchkamen. Das bemerkte ich daran, dass, sobald ich bei meiner Reaktion auf „Send“ drückte, ein sich drehender kleiner Kreis erschien, als würde eBay nachdenken. Und offenbar war das auch so, denn anschließend verschwand meine Reaktion im Reich der Ungesehenen. Während meine Nachrichten im normalen Mute-Fall für mich selbst noch sichtbar gewesen waren, verschwanden sie beim „drehenden Kreis“-Fall vollständig. Ich hatte mich mit den Mutes längst abgefunden und war und blieb bis zum heutigen Tag, inzwischen seit vielen Monaten, eine nahezu völlig schweigende Beobachterin. Mir war längst klar, dass Diego hier nach seinen eigenen Launen schaltete und waltete — oder, wenn man es objektiver ausdrücken möchte: nach seinen eigenen Einschätzungen.

Doch im Juli 2026 geschah etwas, das dennoch auffällig war. Zwischen Diego und mir hatte es nie — weder vor noch hinter den Kulissen — einen Zusammenstoß gegeben, außer dass ich ihm hin und wieder per Instagram-DM mitteilte, dass ich offenbar schon wieder auf mute stand. Im Gegenteil: OG/Diego folgte mir anfangs auf Instagram sogar zurück und likte mein Insta Reel darüber, wie ich bei seinem eBay Live die Candy gewann. Monate später verschwand er jedoch als Follower. Ich hatte den Eindruck, dass dies ungefähr zu dem Zeitpunkt geschah, als er auf Instagram vor allem noch den wirklich großen Spielern zurückfolgte. Hinter den Kulissen blieb er mir gegenüber in unseren wenigen Kontakten gefühlsmäßig immer ein völlig anderer Mensch: eher — so unglaublich das auch klingen mag — sehr ruhig und sogar etwas gedrückt wirkend.

Im Mai 2026 likte er noch einige Beiträge von mir, und im Juni fiel mir plötzlich auf, dass sein OG-Jewelers-Account verschwunden war. Für kurze Zeit war das tatsächlich so; ich überprüfte es in einem anonymen Browser. Im Juli stellte sich dann heraus, dass er wieder da war — nur nicht für mich: Ich war blockiert. Und das war und ist für mich doch unverständlich, da ich nur sporadisch mit ihm im Instagram-Chat gesprochen hatte und der Ton dabei schlicht freundlich gewesen war. Einige meiner Beiträge hatte er sogar gelikt. Ich hatte mir also ganz sicher nichts zuschulden kommen lassen, außer — sofern man das überhaupt so nennen will — meinen Fragen dazu, dass ich offenbar gemutet worden war. Und daran hat sich bis heute nichts geändert. Über den Grund kann ich daher nur spekulieren. Für mich ist das ein wenig lästig, weil ich nun die eigentlichen Updates auf Instagram nicht mehr ansehen kann. Man sieht nur noch eine Vorschau der ersten Posts, doch danach verlangt Instagram sofort, dass man sich einloggt, und dann ist für mich endgültig Schluss. Im ersten Screenshot sprach ich noch über etwas anderes: Der gesamte Chat war für kurze Zeit nicht sichtbar.

Diego/OG und Constantia auf Instagram: Das erste Like in Form eines Herzchens kam hier von Diego.

„Breaks“, aber nicht im Sinne von Trading Card Breaks

Die Breaks bilden den Schlusspunkt in dieser illustren Reihe von OG Jewelers. Dieser vorläufige Höhepunkt der „Pioneers of Jewelry Live Auctions“ — Zitat vom 9. September 2026 aus ihrem Instagram-Profil —, mit dem OG Jewelers und Diego eBay Live nach eigenen Angaben „revolutioniert“ haben (auch das stand zuvor in ihrem Instagram-Profil), beginnt mit einer ziemlich umfangreichen Galerie. Eine Beruhigung für Sie: Sie müssen sie nicht anklicken. Aber Sie dürfen natürlich sehr gerne.

Warum ich mich diesmal für so viele Screenshots entschieden habe, liegt daran, dass ich neben dem ganzen Phänomen auch einiges aus „dem Chat“ zeigen möchte. Ich lasse also ausdrücklich auch die Teilnehmer selbst zu Wort kommen. Schon daraus wird die erhebliche Verwirrung deutlich, die von Anfang an darüber herrschte und bis heute herrscht, wie das System nun eigentlich genau funktioniert. Und dabei kann ich Sie nicht vollständig beruhigen. Das Ganze ist, ob beabsichtigt oder nicht, ziemlich undurchsichtig. Auf jeden Fall handelt es sich ganz offensichtlich um etwas Casinoartiges. Mein sehr deutlicher Eindruck ist, dass eine Mehrheit der Teilnehmer das Ganze wegen seiner geradezu unerträglichen Langsamkeit von Herzen hasst. Kürzere Break-Sessions kommen vor, doch nach meinen Beobachtungen dauert der Prozess gewöhnlich etwa drei Stunden, geht regelmäßig in Richtung vier Stunden und manchmal sogar darüber hinaus.

Diego kam damit ungefähr in der dritten Augustwoche 2026 plötzlich um die Ecke. Der neueste eBay-Live-Gig war ein sogenanntes Break-Format. Der Begriff Break stammt ursprünglich vor allem aus der Welt der Trading Cards, wo Teilnehmer einen Spot in einem Box-, Pack- oder Case-Break kaufen und der Inhalt anschließend live geöffnet und verteilt wird. Diego scheint den Begriff erheblich erweitert zu haben: Bei OG wird keine traditionelle Kartenbox „gebreakt“, sondern Break bezeichnet das selbst entwickelte System aus Geboten, Spins, Casios, goldenen Boxen und einem angeblich äußerst wertvollen Hauptpreis.

Mitten im Bild erschien plötzlich ein Computerbildschirm mit geheimnisvoll vielen blinkenden Kästchen, einem laufenden Neon-Schriftband und so weiter. Ich kam etwas später dazu und hatte die Erklärung verpasst. Ich verstand wirklich überhaupt nichts, stellte aber fest, dass ich damit nicht allein war. Ein Mitarbeiter von OG Jewelers sagte, er habe das Break-Spiel selbst programmiert. Das erklärte diese Person, die während der Breaks zugleich als Moderator fungiert, selbst im Chat. OG bot das Break-Spiel immer häufiger an und bemerkte inzwischen offenbar auch, dass viele Leute überhaupt nicht verstanden, wie es funktionierte. Deshalb wurde während der Show immer häufiger eine Erklärung gegeben. Aber selbstverständlich kommen bei einem solchen eBay Live ständig neue Leute hinzu, sodass das fortwährende Erklären ein wenig so ist, als würde man den Boden wischen, während der Wasserhahn offensteht.

Viele Liebhaber teurer Uhren wollen unbedingt die AP (oder etwas Vergleichbares) gewinnen und bieten manchmal viele Tausend Dollar, um möglichst viele Spots zu ergattern, was ihnen noch immer keinerlei Garantie gibt, tatsächlich zu gewinnen.

Jedes Break-Spiel besteht nämlich meist aus fünf Runden mit jeweils maximal zwanzig Auktionen/Spins. Vor jedem Spin wird zunächst separat geboten; der Höchstbietende kauft damit einen Spot und erhält anschließend einen Spin am digitalen Rad. Dieses Rad hat zwanzig Felder: achtzehn blaue Kreuze, die für eine billige Casio-Uhr stehen, und zwei goldene Boxen. Würden alle fünf Runden vollständig bis zu zwanzig Spots ausgespielt, gäbe es bei hundert Spots also neunzig Casios als Trostpreis für die weniger glücklichen Spinner (es sei denn, es handelt sich um Sadomasochisten). Doch so weit kommt es meistens nicht: Eine Runde endet, sobald beide goldenen Boxen gefallen sind. Über fünf Runden hinweg gibt es insgesamt zehn goldene Boxen zu gewinnen. Neun davon enthalten gewöhnlich einen Preis mit einem von OG behaupteten Wert von grob $400 bis $800 — zum Beispiel eine Uhr oder Kette —, während eine goldene Box den eigentlichen Hauptpreis enthält: eine wesentlich teurere Uhr, häufig eine AP, für die OG/Diego in der Regel einen Wert von ungefähr $40.999 bis $59.999 angibt.

Was diese Casios betrifft, bleibt Diego meistens vage. Während des eBay Live liegt rechts als Beispiel eine davon im Bild, und dank einer — für die Zwecke dieses Blogs — sehr aktuellen Frage eines Chatteilnehmers, auf die Diego ausnahmsweise einmal eine konkrete Antwort gab, nämlich: F91W Casio, konnte ich nachsehen, was Google über den Preis zu berichten hatte. Google kam mir in größter Eile entgegengerannt, um mitzuteilen, dass SHEIN genau diese Uhr zu diesem Zeitpunkt in einer Aktion für $7,50 anbot. Selbst die Stimmen im Chat, die ebenfalls bereits recherchiert hatten und das Ding meist auf zwischen $25 und $30 schätzten, erwiesen sich damit als zu optimistisch.

Behalten Sie dabei im Hinterkopf, dass zwar durchaus Spots für unter $100 verkauft werden, viele Gebote am Ende jedoch weit darüber hinausschießen. Die ersten bleiben meist unter hundert Dollar, doch je mehr blaue Kreuze bereits gefallen sind und die goldenen Boxen auf sich warten lassen, desto schneller steigen die Beträge: auf $250, $500 und manchmal sogar $1.000. Ja, die Leute bieten tatsächlich $500 oder $1.000 für einen solchen „seltenen Spin“, wenn der betreffende Break fast voll ist (klicken Sie ruhig einige der Screenshots an).

Wann eine solche goldene Box fällt, weiß vorher niemand — zumindest sofern das System tatsächlich random funktioniert. Gerade deshalb kann sich eine solche Runde endlos hinziehen. Nicht nur muss sich das Rad jedes Mal erneut drehen, sondern vor jedem Spin findet zunächst wieder eine vollständige Auktion statt, und auch die nimmt jedes Mal beträchtlich Zeit in Anspruch. Es kommt regelmäßig vor, dass das Rad beispielsweise fünfzehnmal hintereinander auf einem blauen Kreuz landet, bevor endlich eine goldene Box erscheint.

Berechnung von ChatGPT:

Manchmal fallen die beiden Gold Boxes schon früh, und eine neue Break-Runde kann sofort beginnen; manchmal dauert es dagegen fast alle zwanzig Plätze. Über viele Runden hinweg gleicht sich dieser Unterschied jedoch aus: Bei zwei zufällig verteilten Gold Boxes fällt die zweite im Durchschnitt ungefähr auf Platz 14. Dadurch bleibt die durchschnittliche Dauer der Runden letztlich recht vergleichbar. Um schließlich alle zehn Gold Boxes zu erreichen — von denen also nur eine den eigentlichen Superpreis enthält — muss die Maschine im Durchschnitt etwa siebzigmal gedreht werden.

Und was hält eBay nun davon: Ist eBay vielleicht zu einem Online-Casino geworden?

eBay ist in seinen eigenen Regeln erstaunlich eindeutig, was Glücksspielelemente bei eBay Live betrifft. In der deutschen Fassung heißt es: „Bei eBay Live-Events sind keine Angebote oder Verkäufe erlaubt, in denen der Gewinn eines Artikels nach dem Zufallsprinzip oder im Rahmen eines Wettbewerbs erfolgen.“ Dabei nennt das Unternehmen nicht nur Wettbewerbe, Lotterien, Verlosungen und Gewinnspiele, sondern auch Verkäufe, bei denen lediglich die Chance geboten wird, einen Artikel zu gewinnen, anstatt einen klar definierten Kaufgegenstand zu erwerben. Das scheint sich zumindest nur schwer mit dem vereinbaren zu lassen, was hier geschieht. Schließlich bietet der Teilnehmer Geld für einen Spot, woraufhin ein Computer nach dem Zufallsprinzip bestimmt, wo dieser Spot landet. Der Zufallsfaktor ist also keineswegs nebensächlich: Er entscheidet letztlich darüber, ob jemand bei einer der Gold Boxes landet und damit die Chance auf den Superpreis erhält.

eBay kennt zwar eine Ausnahme für sogenannte Case, Box und Pack Breaks, allerdings nur für vorab zugelassene Verkäufer. Auf eBays eigener Informationsseite wird zudem deutlich, was die Plattform unter solchen Breaks versteht: Card Breaks, bei denen Packs oder Boxen mit Trading Cards geöffnet werden und die Teilnehmer Spots kaufen, die beispielsweise für Teams, Spieler, Charaktere oder Ligen stehen. Das Wort Break macht eine zufällige Preisziehung also noch nicht automatisch zu einem solchen erlaubten Break. Man kann eine Konstruktion nicht policy-konform machen, indem man sie einfach „Break“ nennt, wenn sie inhaltlich weiterhin auf einem Zufallsmechanismus beruht.

eBay Live – Fragen & Antworten: Erklärung zu Case Breaks

Auch eBays Ausnahme für Mystery Boxes bietet nicht ohne Weiteres einen Ausweg. Laut eBay darf dabei kein Artikel mit besonderem Geld- oder Sammlerwert hervorgehoben werden, es sei denn, dieser Artikel ist bei jedem Kauf enthalten. Gerade bei einem System, bei dem ein außergewöhnlicher Superpreis über einer großen Zahl wesentlich bescheidenerer Ergebnisse schwebt, wird auch diese Bestimmung relevant.

Ob eBay OG Jewelers für genau dieses spezielle Format eine gesonderte Genehmigung erteilt hat, kann ich nicht feststellen. Doch gemessen an eBays öffentlich zugänglichen Regeln lässt sich schwer bestreiten, dass die Konstruktion sowohl mit dem Wortlaut als auch mit der erkennbaren Absicht von eBays eigenen Regeln gegen chance-based sales auf erhebliche Spannung stößt.

Grundsatz zu eBay Live
Grundsatz zu Glücks- und Gewinnspielen

Abschluss

Zur Abwechslung schaue ich mir auch mit einiger Regelmäßigkeit stundenlang andere eBay Lives an. Soweit ich dort beobachten konnte, laufen diese wesentlich konventioneller ab: gewöhnliche Auktionen, manchmal ergänzt durch einen Penny Drop oder ein kleines Giveaway, zum Beispiel eine Kappe. Dieselben auffälligen Verkaufsformen wie bei OG habe ich dort nicht gesehen — keine Candy, keine großen Stapel von Banknoten, die weiterverkauft werden, keine Giveaways über Hunderte Dollar, keine Mystery Boxes und keine Breaks. Dabei muss allerdings angemerkt werden, dass ich diese anderen Lives deutlich seltener und jeweils wesentlich kürzer verfolgt habe; meine Beobachtungsstunden sind dort also bei Weitem nicht mit denen bei OG Jewelers vergleichbar.

Auswahl anderer eBay-Live-Shows, die ich mir gelegentlich ansehe:

eBay-Live-Seller, v. l. n. r.: Hemeisport, Vookum, Happy Jewelers, Mr Wikd (2×)


Unmittelbar nach der Veröffentlichung habe ich sowohl OG Jewelers/Diego als auch eBay über diesen Blog informiert und um eine mögliche Stellungnahme gebeten.

Het begin

Het was toeval dat ik precies rond de jaarwisseling december 2025-januari 2026 terechtkwam in mijn allereerste eBay Live-auction. Daarbij worden producten live aangeboden en kunnen kijkers rechtstreeks tegen elkaar opbieden. Of misschien was het toch niet helemaal zo toevallig, want eBay begon er opeens opzichtig mee te adverteren en ik klikte op een aankondiging. eBay Live bestaat al sinds medio 2022 en begon vooral als een niche binnen eBay voor collectibles zoals trading cards. Pas in 2026 lijkt het platform echt tot een grote eigen speler binnen eBay te zijn uitgegroeid. Inmiddels is eBay Live actief in de Verenigde Staten, het Verenigd Koninkrijk, Duitsland, Australië, Frankrijk, Italië en Canada.

Terwijl eBay Live op dit moment explosief groeit, heb ik inmiddels ruim acht maanden gekeken wat zich binnen zo’n succesvolle Amerikaanse Live-community daadwerkelijk afspeelt. Eind december 2025 klikte ik op een showaankondiging van ene OG Jewelers in Miami, Florida. OG Jewelers wordt in de Live-shows vertegenwoordigd door auctioneer Diego. OG Jewelers is sinds december 2021 bij eBay geregistreerd. Sindsdien heb ik, tot aan de publicatie van dit blog, naar schatting minstens 700 uur van Diego’s eBay Live-uitzendingen gevolgd, mogelijk aanzienlijk meer. Ik was een zeer trouwe bijwoonster, en zijn Lives gingen tot in het holst van de nacht door.

Diego lijkt onvermoeibaar, een vat vol sprankelende explosieven. Mijn indruk is dat OG Jewelers in de persoon van Diego (met assistenten) ergens in 2025 met eBay Live is begonnen. Toen ik voor het eerst naar de eBay Live-pagina van OG Jewelers keek, stonden daar naar het scheen ook alle shows die al geweest waren; die kon je toen gewoon terugkijken. In mijn herinnering waren dat er al tientallen. Ik klikte er verschillende aan en was telkens weer verrast door de enorme routine van Diego. Sinds enkele maanden worden die playbacks niet meer aangeboden. Kopers krijgen alleen nog een video receipt van de minuten rondom hun eigen aankoop; die kreeg ik zelf ook toen ik een paar keer iets kocht. Maar maanden later blijken zelfs die videoreceipts niet meer te werken. Wat echter begon als nieuwsgierigheid naar een buitengewoon charismatische verkoper, groeide voor mij uit tot een maandenlange blik op een wereld waarin entertainment, persoonlijke betrokkenheid en keiharde commercie voortdurend door elkaar heen blijken te lopen. Een menselijke soap binnen de eBay Live-omgeving, waarbij gaandeweg de vraag begon op te borrelen óf er iemand iets te verwijten valt — en zo ja, wie dan.

OG/Diego is qua Live-deelnemers niet een van de grootste spelers: doorgaans kijken er zo’n 20 tot 200+ mensen mee. Zijn collega Mr Wikd, een horlogeauctioneer, trekt bijvoorbeeld veel grotere aantallen van ongeveer 250 tot 1000+ deelnemers, maar auctioneert slechts eenmaal per week, op maandag, in shows van vijf tot zes uur. OG/Diego auctioneerde aanvankelijk wel zes dagen per week; tegenwoordig is dat twee tot drie keer per week. Zijn Live-shows duren vaak rond de vijf uur en soms nog langer. Bij beide eBay Live-sellers gaan er grote bedragen om, met verkoopprijzen van onder de $100 tot uitschieters van wel $50K voor zeldzame horloges.

Ik viel de eerste keer middenin een van Diego’s shows en er werden op dat moment zilveren kettingen door Diego verkocht. Even vergetend dat er zoiets als etiquette bestaat (typische Boogschuttereigenschap voor de niet-skeptici onder ons), uitte ik in de chat al spoedig kritiek op de enorm hoge kosten, bijvoorbeeld zo’n 200 dollar voor wat ik een doorsnee zilveren ketting vond. Tot mijn verbazing merkte ik bij de volgende show die ik bijwoonde dat ik blijkbaar op mute stond in de chat, want niemand reageerde nog op mij en niemand leek dus mijn berichten te lezen. Maar als ik wilde meebieden, ging dat: mijn naam stond gewoon bij de biedenden.

eBay Live uitgelegd door eBay zelf
eBay Live uitgelegd voor de sellers
eBay Live Policy door eBay zelf

Showmaster Diego

Voordat ik het verhaal vervolg, wil ik graag zeggen waarom ik in de daaropvolgende maanden als lijm aan mijn iPad vastzat en zo letterlijk honderden eBay Live-showuren van Diego heb meegemaakt. Diego haalt ongelooflijk hard door: he is hustling hard. In de eerste eBay Live-maanden deed hij alles nog alleen en haalde hij door tot in de vroege Florida-morgenuurtjes (Californië loopt drie uur op Florida achter; het is daar dus drie uur later). Zijn shows duurden vaak rond de vijf uur, waarvan ik regelmatig zo goed als de hele show bijwoonde. De meeste van zijn eBay Live-shows eindigden voor mij toen rond half een ‘s nachts of nog later en voor hem dus om half vier ‘s nachts (of later). Je was en bent goed onder de pannen met Diego, dat moet gezegd worden, en dat vinden er meer. Het is ronduit verslavend, een soort virtuele kruising tussen kermis en huiskamer: er gebeurt voortdurend iets, je kent na verloop van tijd de vaste gezichten en voor je het weet ben je weer uren verder.

Diego blijkt bij zijn komst naar eBay Live allesbehalve een beginneling. OG Jewelers was in ieder geval sinds 2023 actief op Whatnot, een platform dat grotendeels rond liveverkoop is opgebouwd. Daar ontwikkelde Diego al jarenlang vrijwel dezelfde razendsnelle en opvallend geroutineerde presentatiestijl die hij later naar eBay Live meenam. Ook elementen die ik aanvankelijk als typisch voor zijn eBay-shows beschouwde — La Familia, mystery boxes, giveaways en zogenaamde breaks — bestonden daar al. Hierover later in dit blog meer. Inmiddels heeft OG Jewelers op Whatnot ongeveer 117.000 artikelen verkocht, ruim 25.000 reviews verzameld en meer dan 130.000 volgers. Wie oude clips bekijkt, ziet dan ook onmiddellijk waar Diego’s enorme routine vandaan komt: eBay Live was niet het begin van zijn live-verkoopcarrière, maar eerder een volgend podium. OG Jewelers scoort ook op eBay. Het account bestaat sinds december 2021, heeft ongeveer 15.000 verkochte items en ruim 13.100 feedbackbeoordelingen. De positieve feedback staat ten tijde van de publicatie van dit blog op 99,3%.

Diego is zo in mijn ogen bijna een menselijke verkoopmachine.

Diego. Still uit een door OG Jewelers zelf gepubliceerde Whatnot-clip

Ten tijde van het schrijven van dit blog zijn Diego’s shows teruggelopen tot enkele keren per week. Dit blog beschrijft een geschiedenis die zich voortdurend ontwikkelde. Mijn verhaal begint ongeveer op het hoogtepunt van ‘Diego’s eBay Live-curve’.

Diego van OG Jewelers bleek en blijkt de absolute showmaster te zijn, met een dijk van een stem die niet voor Elvis himself onderdoet, en nee, ik overdrijf niet eens. Diego zingt ook regelmatig, lacht, maakt zeer leuke en gevatte grapjes en wikkelt iedereen om zijn vinger, zowel man als vrouw als genderneutraal persoon.

Uit beroepsdeformatie ging ik ook meteen nazoeken met wie ik hier te maken had en ik vond The Man op het Instagram-account van OG Jewelers, waar ik hem wist te identificeren aan het uiterlijk van zijn hand en de juwelen die hij daarop en daaraan draagt. Diego had nu een gezicht voor mij gekregen, ofschoon hij zich nog vele maanden daarna zorgvuldig niet toonde in eBay Live en mensen daar wel degelijk soms om vroegen. Pas vanaf augustus 2026 kwam hij soms doelbewust zelf in beeld. Ik noemde hem in de chat ook een keer bij zijn voornaam, maar kreeg een niet-strenge verwijzing dat ik geen persoonlijke details mocht geven (ik was toen weer van mute af; daarover zo meer). Maar ik was niet de enige die zijn voornaam noemde. Ook in de eBay-reviews noemen sommigen hem bij zijn voornaam. Hij grapte in de eerste show die ik van hem zag dat hij 82 jaar was, en ik, nog blanco over wie hier sprak (en ook wat autistisch, want: alles letterlijk nemend), dacht dat dit misschien echt zo was, maar dat hij dan wel heel jonge handen had. Maar gezien zijn showmasterschap zou ik hem zo die 82 jaar ervaring geven. Ik vroeg hem in de chat weleens wat, maar hij ontweek alle persoonlijke vragen en ik schat hem op zo’n 32-35 jaar.

Diego presenteerde zich vooralsnog gezichtloos als een man met een galmende, full-male stem waar je u tegen zegt en smetteloze handen waarop dure sieraden prijken. Ik heb nog nooit een minuscuul vuiltje aan zijn roze nagels en vingers gezien, en deze handen zijn dus steeds in beeld als hij zijn goud, zilver, diamanten en meer toont voor eBay Live.

De eerste koop en dan nog twee

Ik stond dus op mute, wat me best wel irriteerde. Opeens besloot Diego zijn zilveren Stitch met emaille ook in de veiling te doen en uit een impuls bood ik erop. Ofschoon de hanger voor 89 dollar aan mij verkocht werd, was ik uiteindelijk ruim 107 dollar kwijt, inclusief shipping en tax. Daarna zou ik nog een keer een zilveren kettinkje kopen, dat mij ruim 60 dollar zou kosten, en voor $7.56 aan candy, voorzien van ‘OG’s’: Diego’s met Sharpie handgeschreven initialen en “OG♡U“. Want jawel: dat Diego een figuur apart was, werd uit vele zaken duidelijk. Zo verkocht hij ook weleens candy als hij vond dat een bepaald object te weinig had opgebracht. Omdat ik in dezelfde sessie al een kettinkje had gekocht en de shipping voor elk additioneel item slechts $1 zou kosten, bood ik op de candy. Na deze drie aankopen heb ik niets meer gekocht. Maar Diego had bij mijn eerste aankoop, de Stitch, bemerkt dat er iets met mij als koper was: ik stond op mute!

Ik had OG — dan wel Diego; hij gebruikt de naam OG ook voor zichzelf, ofschoon het eigenlijk de naam van de juwelier is — inmiddels op Instagram gevolgd en was naar zijn DM gegaan. Daar vertelde ik dat ik niets kon zeggen in de eBay Live-chat omdat hij mij gemutet had, en dat ik ook wel dacht te weten waarom: ik had me al de allereerste keer dat ik zijn show bijwoonde kritisch uitgelaten over de prijzen. Daarvoor bood ik mijn excuses aan. Diego leek wel een aanvliegende engel die telepathisch meteen wist dat ik in de DM-chat van Instagram zat. Zelfs midden in zijn show stond hij me daar meteen te woord. Ik werd van mute gehaald en alles was — of leek — weer koek en ei. Er was bij mij een instant vertrouwd gevoel, alsof ik hem al jaren kende (wie weet, als vorige levens bestaan). Ik werd weer gezien in de Live-chat!

Deze zinnen kunnen de vaste bezoekers van Diego’s eBay Live letterlijk dromen, want: letterlijk (tien)duizend keer herhaald. Een bloemlezing.

‘Slachtoffer’ van zijn eigen succes: ‘La Familia’

Diego noemt zijn eBay Live-community liefdevol “La Familia” en benadrukt dat iedereen in zijn OG Jewelers-chat bij de “OG Familia” hoort. Dit weerhoudt hem er echter niet van zijn familia zonder blikken of blozen de hoofdprijs te laten betalen. Uit mijn nadere onderzoek blijkt regelmatig dat objecten die hij als bijzonder kostbaar presenteert, op eBay zelf of elders op internet — soms exact dezelfde producten — voor een fractie van zijn prijs worden aangeboden, bijvoorbeeld voor de helft of zelfs maar een vijfde. Dit geldt bijvoorbeeld voor zilveren Disney-hangers die ik ook elders vond en voor Invicta-horloges, slechts twee voorbeelden uit een veel groter assortiment. Dat ik een van de weinigen lijk te zijn die altijd onderzoek doet vóór iets te kopen, werd me al snel duidelijk. Veel van zijn, vooral naar het mij schijnt bewonderende mannelijke, kopers van het macho-type ‘heeft veel geld en wil dat laten zien’, betalen in zijn Live-show grif honderd dollar of zelfs duizenden dollars meer voor exact dezelfde zilveren hanger of exact hetzelfde horloge dan elders op eBay of internet wordt gevraagd.

Dit blog gaat dus uitdrukkelijk niet over een kleine verkoper met een jaaromzet van $1.000 op eBay, maar over een zaak waarvan de jaarlijkse omzet naar mijn inschatting in de miljoenen loopt, en waarvan alleen al via eBay vermoedelijk vele honderdduizenden dollars per jaar binnenkomen. Dat kan ook bijna niet anders, want OG handelt in goud, zilver, natuurlijke en lab-grown diamanten, de zogenaamde moissaniet-‘diamanten’, AP-, Rolex- en Breitling-horloges en nog veel meer wat allemaal onder het duurdere segment valt. Voor de mensen die meer over moissaniet willen weten: strikt genomen is moissaniet zelf geen diamant, maar siliciumcarbide, een ander mineraal dat qua uiterlijk sterk op diamant kan lijken. Moissaniet kan wel door een eenvoudige thermische diamanttester als diamant worden herkend, maar apparatuur die meerdere eigenschappen meet, kan het onderscheid beter maken.

Hier moet meteen een verzachtende omstandigheid worden aangemerkt, want eBay zelf doet met zo’n eBay Live-seller als OG Jewelers mijns inziens schandalig goede zaken, simpelweg voor het gebruik van hun platform. De seller moet een gevoelig deel van zijn inkomsten aan eBay afdragen. ChatGPT vat dat voor ons samen:

Bij een Amerikaanse eBay Live-verkoop draagt een seller zoals OG Jewelers verschillende fees aan eBay af. Voor de meeste categorieën rekent eBay 6% verkoopcommissie over het totale verkoopbedrag, plus 2,9% voor de betalingsverwerking en $0,30 vaste transactiekosten per order. De twee percentages samen betekenen dus dat er normaal gesproken 8,9% van het totale verkoopbedrag naar eBay gaat, plus 30 dollarcent per bestelling. De verkoopcommissie van 6% is bovendien gemaximeerd op $100 per verkocht item. Met een OG eBay Live-show van meer dan vijf uur, waarin vele producten worden verkocht — de meeste toch voor meer dan honderd en regelmatig ook voor meer dan duizend dollar — zijn dus sowieso grote bedragen gemoeid, zowel voor OG zelf als voor eBay.

Maar toch krab ik mezelf regelmatig achter de oren. Zo verkoopt hij bijvoorbeeld minuscule zilveren oorbelletjes met één steentje, verkrijgbaar in diverse kleuren. Qua hoeveelheid grondstofmateriaal kan de waarde daarvan niet bijzonder groot zijn. Ik pretendeer overigens niet te weten welk deel OG Jewelers daadwerkelijk zelf maakt en welk deel mogelijk toch van elders, bijvoorbeeld uit massaproductie, afkomstig is. Maar deze oorbellen komen zo vaak terug dat ik toch vermoed dat ze in grotere aantallen worden ingekocht of geproduceerd.

Iced-out is hun allergrootste specialiteit: het betekent het inzetten van vele steentjes in oorbellen, armbanden, kettingen, horloges, hangers enzovoort, waarbij de duurste inzettingen echte diamanten kunnen betreffen, heel klein of groter, en bij goedkopere uitvoeringen andere stenen worden gebruikt. Ze doen dit op vrijwel al hun kettingen, pendants, armbanden en ringen, en bijvoorbeeld ook vaak op vintage Rolex-horloges, waarbij ze onder meer de bezel met diamanten bezetten. Deze custom bewerkte vintage Rolex-horloges komen daardoor bij eBay niet meer in aanmerking voor de Authenticity Guarantee. De klant krijgt bij zo’n iced-out nabewerking dus niet de echtheidscontrole via dat programma die bij een daarvoor in aanmerking komend, niet-customized horloge wel mogelijk is.

In de tegenwoordige diamantmarkt, waarin lab-grown diamanten de prijzen en waardeperceptie van natuurlijke diamanten flink onder druk hebben gezet, kunnen natuurlijke diamanten (“natural, earth-mined diamonds”, in Diego’s woorden), lab-grown diamanten, moissaniet, simulated diamonds en andere stenen voor de doorsnee klant bovendien lastig van elkaar te onderscheiden zijn. Juist daarom is het belangrijk dat precies duidelijk is welke stenen in een sieraad zijn verwerkt. Diego vermeldt dit doorgaans wel trouw: “Dit komt door de diamond tester en doet dan beep, beep, beep!” wanneer hij het bijvoorbeeld over moissaniet heeft. Maar de gemiddelde koper heeft tijdens zo’n Live-show geen directe mogelijkheid om zelf te controleren of een steen inderdaad is wat erover wordt gezegd en moet dus in belangrijke mate afgaan op de informatie van de verkoper. ‘Simulated diamond’ is overigens geen specifieke steensoort, maar een verzamelterm voor materialen die het uiterlijk van diamant nabootsen, zoals cubic zirconia, glas of andere kleurloze stenen. De koper krijgt zo te maken met een duizelingwekkende variatie op het thema ‘diamant’ — van ‘natuurlijke diamanten’ en ‘lab-diamanten’ tot ‘moissaniet’ en ‘simulated diamonds’. Slechts een fractie van de kopers zal zijn sieraden of horloges met wat voor ‘diamanten’ dan ook na ontvangst naar een plaatselijke juwelier brengen om ze onafhankelijk te laten testen.

Diego grapte een keer tijdens zijn eBay Live-show, toen er in de winter van begin 2026 een enorme koudegolf in het oosten van de VS was, dat die kwam doordat OG Jewelers zoveel iced-out sieraden per post verstuurde. Daarmee kreeg hij de lachers weer op zijn hand. De meeste van hun sieraden bevatten dus een vorm van ice-out; zelfs de Stitch die ik kocht heeft een ‘iced-out’ buikje.

Terug naar die oorbellen. Deze werden en worden door Diego zowel los verkocht als — vooral tegen het einde van zijn shows, als ‘beloning’ — per hele doos van twaalf paar. Groot was dan ook mijn verbazing toen een paar keer zo’n hele doos, met twaalf paar in alle verschillende kleurtjes, voor rond de 78 dollar werd verkocht, terwijl in een volgende show letterlijk één paar daaruit voor meer dan 80 dollar werd verkocht. In een recente show in september 2026 werd het zelfs nog bonter, toen OG/Diego de hele box voor $48 verkocht.

Diego weet zijn klanten met zijn charme, charisma en lovende woorden zodanig in vervoering te brengen dat mensen, met dollartekens, hartjestekens of beide in de ogen, blind de absolute hoofdprijs betalen voor een paar oorbelletjes dat in een gewone fysieke winkel misschien een realistische verkoopwaarde van maximaal $15 heeft. De genoemde klant die dus slechts één paar kocht, betaalde uiteindelijk in totaal ongeveer 102 dollar — shipping en tax kwamen er immers nog bij — voor één paar met een winkelwaarde van naar schatting $15.

Maar het gaat verder dan dit. Ik heb in die honderden uren showtime zoveel verkopen aan een en dezelfde klanten gezien dat het me ging duizelen. Zo ver reikt Diego’s charme dat hij aan een en dezelfde persoon vaak doodleuk exact dezelfde oorbellen, horloges en wat dies meer zij opnieuw verkocht. Met andere woorden: mensen raakten zo opgezweept dat ze datgene wat ze allang thuis hadden — vaak al bij hem gekocht, soms zelfs al in meervoud — gewoon weer en weer kochten. En dan bijvoorbeeld de roemruchte mass-market Invicta-horloges: ook die kochten ze steeds opnieuw. Waar exact dezelfde Invicta-horloges bijvoorbeeld voor 25 of hoogstens 50 dollar nieuw door Invicta (!) zelf online worden verkocht, betaalden ze aan Diego/OG grif tegen de 200 dollar.

Sommige mensen in de chat die wel ‘wakker’ waren, maakten daar weleens harde grappen over, en sommigen van hen werden geband. Ik uitte zelf geen kritiek meer, want ik wilde niet opnieuw gemutet of geband worden (maar werd desondanks steeds weer gemutet — nooit geband; daarover later weer iets meer). Maar Diego gaf geen krimp. Ondertussen betaalde een klant soms wel 150 dollar meer voor zo’n massaal geproduceerd Invicta-horloge dan het elders kostte.

En waarom deden — en doen — die klanten dat dan tijdens de auctions? Er speelt iets in de hersenen dat zegt: ik wil dat hebben en jij krijgt het niet. Maar er is ook het opgezweept worden door de legendarisch goede verkoper Diego en zelfs door… verliefdheid op de verkoper. Jawel. Veel volwassen en rijke kerels — of in ieder geval rijk aan creditkaarten — riepen, en roepen, in zijn chat regelmatig naar Diego: “I love you.” Het is allemaal liefkozend “Bro” en “Buoy” (met die coole uo-uitspraak), en ze menen het. Diego is altijd erg alert en roept dan terug: “WE love you too.” Zelden is het: “I love you too.” Diego houdt zijn hoofd erbij, hij wel.

Maar dingen begonnen uit de hand te lopen. Diego begon een ‘slachtoffer’ van zijn eigen succes te worden. “Mysterious Lady” was daar een voorbeeld van. Ik heb alle echte eBay-namen licht gewijzigd, zodat de privacy gewaarborgd blijft, maar voor de vaste mensen uit Diego’s chat zal duidelijk zijn wie ik bedoel. Ik ga slechts een paar voorbeelden geven van klanten die in over their heads bij Diego betrokken raakten. Dat waren zowel mannen als vrouwen.

Bij de opsomming over “Mysterious Lady” heb ik gekozen voor de volledige screenshots, omdat zo ook de datum en chronologie zichtbaar blijven:

Mysterious Lady

Een van de mensen die maar blééf kopen, ook als ze alles al tien keer had, was Mysterious Lady [naam licht gewijzigd]. Ik was al vrijwel alle avonden de hele shows bij en zag het allemaal als een dramatisch toneelstuk ontvouwen. Ze was volgens eigen zeggen verpleegster en draaide fikse lange (nacht)diensten. Ze was twee handen op één buik met iemand die ik hier Snowgal zal noemen [naam ook licht gewijzigd].

Mysterious Lady leek een duidelijke crush op Diego ontwikkeld te hebben en om hem haar naam de hele tijd te laten roepen en schallen, bleef ze maar kopen. Hij en zij gingen zelfs een keer midden in de uitzending live bellen en daarna stootte hij een oerkreet uit alsof hij de gelukkigste man ter wereld was. Maar het begon uit de hand te lopen. Ze begon steeds meer aandacht op te vragen en eiste zelfs dat hij haar ging teksten en bellen buiten de show om. Hij probeerde daar steeds een beetje omheen te praten of zei dat hij haar inderdaad een bericht gestuurd had, maar dan was het ‘gewoon’ via eBay, niet via haar privénummer. De vaste mensen wisten wel dat hij getrouwd was en kinderen had — een van de weinige persoonlijke dingen die hij af en toe vertelde — en er waren regelmatig uitwisselingen tussen Diego en chatdeelnemers, maar dat mocht de pret niet drukken.

Tot mijn verbazing begon Diego er zelf steeds meer in mee te gaan, toen bleek dat ze bijna elke avond echt voor vele honderden dollars bleef kopen — in mijn optiek allemaal onzindingen, zoals eindeloos veel van diezelfde oorbellen in diverse kleuren, zilveren kettingen in allerlei dubbele maten en zelfs dubbel verkregen Invicta-horloges. Hij wilde natuurlijk zijn goede klant niet kwijt, maar betaalde duidelijk zelf nu ook een heel andersoortige prijs. Hij begon haar in de show zelfs zijn “Internetwifie” te noemen, en dat was voor mij het moment waarop dit geen leuk spelletje meer kon zijn. Diego begon nu ook merkbaar zenuwachtiger over haar te worden, althans, dat was mijn observatie. En op een gegeven moment was het echt voorbij. Op een dag kwam ze weer in de show en Diego zei: “Je bent hier niet meer welkom”, en gooide haar uit de chat. Ze had nog net iets in de trant van: “WTF, dat kun je met mij toch niet doen” in de chat kunnen roepen — alsof dat als zeer premium klant inderdaad niet met haar kon gebeuren. Een paar shows later bevestigde hij ook dat hij haar geband had.

Vanaf dit moment, of kort daarna, kwam er een koerswijziging. De show was niet langer vrijwel elke dag en hij kwam opeens met twee nieuwe verkopers aanzetten: Lino (een vrouw) en Logan (een man). Die stuitten in het begin echter op ronduit onwil bij de mensen die immers zo gek op Diego waren, en qua verkoopprestaties (dus gewoon hoeveel ze aan dollars binnen wisten te harken) kwamen ze nog niet eens bij zijn schaduw in de buurt. De eerste grote barst in de magie was daar.

Snowgal

Snowgal was, zoals gezegd, dikke mik met Mysterious Lady en ze noemde zelfs een keer haar eigen volledige naam in de chat en zei dat ze op Facebook zat. Dit zei ze niet tegen mij, maar ik ging, alweer uit beroepsdeformatie, meteen op zoek. En jawel, meteen gevonden. Snowgal bleek net als ik in Californië te wonen en leek al net zo’n ‘in between jobs, onbepaald werk’-mens als ik. Zij is naast mijzelf zowat de enige die er vanaf het begin bij was en bleef. Net als voor mij was dit voor haar tijdverdrijf en net als ik had ze alleen in de beginmaand(en) een paar keer iets gekocht.

Zij en Diego hadden voortdurend een merkwaardige communicatiehobbel. Ze was zeer aanwezig — in tegenstelling tot mijzelf; ik zei vrijwel nooit meer iets, was er gewoon — en handelde alsof ze in dienst was van OG Jewelers door de ‘chat in goede banen’ te leiden. Ofschoon dat soms inderdaad best door Diego gewaardeerd leek te worden, begon ook zij hem blijkbaar zwaar op de heupen te werken, want ze werd om de haverklap gemutet. In tegenstelling tot mij leek — en lijkt — ze gewoon niet te begrijpen dat ook de mens Diego zijn zenuwen en beperkingen kent, en ze bleef maar vragen waarom ze weer op mute stond.

Diego had namelijk inmiddels ook een “VIP WhatsApp”-groep gestart en daar kwam ze dan vragen waarom ze niet gehoord en gezien werd in de show. En soms was ze er wel weer in de chat, en had ze het dan over de tijd ervoor dat ze blijkbaar op mute had gestaan. Ik stuurde haar daarop een DM via WhatsApp dat Diego ook mij steeds mutete en wat volgens mij de reden daarvoor was. Want ook ik merkte dat de spaarzame zinnen die ik nog zei slechts een enkele keer doorkwamen. Bij zijn plaatsvervangers Lino & Logan — want dat waren en zijn het; ze werden gewoon nooit volwaardige verkoopsterren zoals Diego — kwam ik nog een tijdje in de chat door, maar daarna ging het weer bergafwaarts qua muten. En ik zei werkelijk niets bijzonders en al bijna nooit meer iets.

Maar ik had blijkbaar een snaar geraakt bij Diego en Diego mutete, als een echte wispelturige koning op zijn troon, linksom en rechtsom — hij was er altijd, ook als Lino & Logan de show deden — Snowgal, mij en ook andere mensen. De VIP-groep op WhatsApp bleek geen succes en bleef op 80+ leden steken. Toen bleek dat ontevreden klanten, naast soms in de chat tijdens de Live-shows, ook in de VIP-chat hun verhaal kwamen halen, werden daar de regels zeer aangescherpt en konden alleen nog admins berichten plaatsen. Ook daar werd de mute dus als middel ingezet.

Ten tijde van het schrijven van dit blog ben ik er nog steeds niet uitgegooid: niet uit de OG Jewelers Live en niet uit de “VIP”groep. Ook had Diego mij nooit uit de show geband en wist hij wel degelijk dat ik er was, want zowel hijzelf als informatie over eBay liet zien dat sellers kunnen zien welke namen er in de chat aanwezig zijn. Maar hij gaf tegenover anderen nooit meer blijk mij te zien; ik werd ‘slechts’ getolereerd.

Snowgal reageerde nooit op mijn WhatsApp-bericht en verliet de groep later weer — ze kwam diverse malen terug en verliet hem dan opnieuw. Ze bleef blijkbaar geloven dat er achter Diego’s gedrag geen persoonlijke irritatie jegens haar zat, terwijl het mij overduidelijk was dat hij haar in ieder geval vaak maar een blok aan zijn been vond. Ze was net als ik voor Diego slechts een peanut qua financiële waarde, maar ook dat had ze niet in de gaten, want ze noemde zichzelf met een mijns inziens misplaatst gevoel van autoriteit een ‘herhaalklant’. Maar net als ik had ze in totaal misschien een kleine 200 dollar uitgegeven; voor Diego is dat eerder een afterthought.

Voor zover in de shows en de Whatsapp-groep zichtbaar en aantoonbaar was, zei Diego haar nooit klip-en-klaar dat ze zich niet zo als bemoeial in de chat moest opstellen, of iets in die geest. Wat er buiten beeld of achter de schermen verder tussen hen is gezegd, weet ik uiteraard niet. Ze kon ook bijtend naar mannen in de chat uitvallen en had dan niet in de gaten dat Diego zijn echt belangrijke klanten te vriend wilde houden.

Een van de mannen met wie zij in Diego’s chat clashte, deed haar na verzoening via eBay Live — en dus tijdens Diego’s show — wél een Hamsa Hand Pendant 925 Fine Silver cadeau, die op OG’s site momenteel voor $300 wordt aangeboden. De prijs die er destijds in de chat voor werd genoemd, was — uit mijn hoofd — iets van $175 à $200, en zij accepteerde het cadeau ook.

Zo blijkt ook La Familia haar grenzen te hebben, maar juist Diego zelf creëert als eerste de onduidelijkheid over waar die grenzen liggen. Hij zoekt nadrukkelijk nabijheid, moedigt betrokkenheid aan en geeft mensen publiekelijk veel waardering — bijvoorbeeld door hun naam steeds opnieuw te roepen en hen als vaste gasten te erkennen — terwijl hij diezelfde personen ondertussen soms mute of op andere manieren afremt zonder daar openlijk duidelijk over te zijn. Dat geeft zijn rol iets van een Janusgezicht: aan de ene kant lokt en beloont hij betrokkenheid, aan de andere kant laat hij niet altijd weten wanneer diezelfde betrokkenheid hem begint te irriteren of te veel wordt. Daarmee ligt de verantwoordelijkheid voor wat er binnen zijn familia ontspoort bepaald niet alleen bij het betreffende ‘familielid’.

Jiu-Jiu

Het was mij na een paar maanden goed duidelijk dat veel mensen, vooral mannen, naar Diego riepen dat ze van hem hielden — en dat waarschijnlijk ook oprecht meenden, en niet alleen als juwelier — maar dat Diego zelf toch vooral een rol speelde. Ik sluit niet uit dat sommige van zijn klanten best geliefd waren of zijn bij Diego, maar wat zij niet in de gaten leken te hebben, was dat hij altijd zijn afstand bewaarde. Hij vertelde ook een aantal malen aan de chat dat sommige mensen honderdduizenden dollars bij OG hadden uitgegeven, maar dat “als ze hem gingen bedreigen”, het afgelopen was. Zo had hij een zeer rijke herhaalklant die opeens uit de hoek was gekomen met de eis dat het gekochte nog dezelfde dag verstuurd moest worden, plus een mededeling over wat er zou gebeuren als dat niet gebeurde, die als een bedreiging kon worden opgevat. Diego had daarop deze klant, die honderdduizenden dollars bij hem had uitgegeven, geband en als klant verbannen.

Jiu-Jiu [naam gewijzigd, maar nog wel herkenbaar voor mensen uit de chat] was zo’n heel rijke klant. Hij was actief bij NASA en sprak in ieder geval over een groep van ongeveer twintig mensen die een opleiding of traject hadden afgerond en die hij als afscheidscadeau allemaal een zilveren astronauthanger wilde geven, een “Iced Out Astronaut Pendant 925 Silver”, met een normale OG-retailprijs van $480 per stuk. Hij had toen al her en der fors uitgegeven bij Diego, dus dit was slechts een van de side gigs.

Jiu-Jiu leek Aziatische roots te hebben en was zeer dikke mik met Diego toen bleek dat hij maar liefst twintig van die dure zilveren astronaut-hangers wilde kopen. Later wilde Diego hem ook nog ‘up hooken‘ met bijpassende zilveren kettingen (“I’ll hook you up” is een veelgebruikte zin van Diego wat dit betreft). Ze waren de dikste vrienden, maar toen Diego een keer grappend zo’n Aziatische Hollywood-filmvechtsportkreet — “Hiii-yah!” — nadeed als reactie op Jiu-Jiu, zei Jiu-Jiu waardig dat hij wel graag met cultureel respect behandeld wilde worden.

Deze ‘liefdesaffaire’ ging weken door, totdat ook hier opeens de klad erin kwam en de laatste opmerking van Jiu-Jiu in de chat deze was: [zie screenshot]. En dit was weer een trouwe La Familia-klant die nooit meer zou terugkeren:

Dayati

Ook de naam “Dayati” heb ik wat aangepast, zodat sommige mensen uit de chat hem nog wel zullen herkennen, maar de man verder anoniem blijft. Dit was alweer zo’n vreemde zijlijn in de hele soap rondom Diego. Ook deze man was ‘steenrijk’ en kocht veel. Hij had opeens zijn oog laten vallen op Valentina. Dat was toen nog alleen de dame die bekendstond als een assistent van Diego, naast de Live-hosts Lino & Logan dus. Een blond-langharige dame met donkere ogen en gehighlight, maar van nature donker haar. Ze was net als Diego al die tijd alleen een stem geweest en ook medewerker in de WhatsApp VIP-groep, maar Dayati was blijkbaar opeens van opvatting dat hij Valentina wel aan de haak kon slaan en dat geld en cadeaus daartoe het succesvolle middel zouden zijn.

Hij liet Diego met dure, dikke zilveren kettingen komen en eiste daarbij wel dat Valentina in beeld zou komen om ze om haar hals te showen. De sfeer in de chat en eromheen begon voor mij een paar weken lang ronduit bedenkelijk te worden. Het leek zowaar wel alsof er ineens ‘dames verhandeld’ werden. Zo ver ging het gelukkig niet, maar Valentina deed wat haar werd gevraagd en verscheen inderdaad diverse malen in beeld, met een diep uitgesneden decolleté en strakke hemdjes, terwijl ze flirterige kusjes richting de camera uitdeelde en Dayati zo blijkbaar een vinger — maar geen hand — gaf, net zoals Diego dat eerder op zijn manier deed. Ze liet haar haar vanuit de lucht elegant om zich heen vallen en poseerde in allerlei houdingen voor de vragende Dayati. Dit ging zover dat het daadwerkelijk heel even leek alsof zij nu al zijn vriendin was en hij dus ‘geslaagd’ was. Tegen een andere man in de chat zei hij op zondag 28 juni 2026 zelfs bazig: “No I already got her… She mine chat.”

En dit alles terwijl er geld verkocht werd voor geld — zie het volgende subkopje, want ook dat gebeurt dus in deze show — zei hij dat Diego er maar een stack moest uittrekken en die aan Valentina moest geven als fooi. Ook Lino, de vrouwelijke co-host naast Diego, mocht wat hem betreft een grab uit de stack dollars doen. Lino bleef overigens altijd doelbewust uit beeld. Diego liet een keer zijn camera rondgaan, maar toen die op haar viel, dekte ze snel haar gezicht af. Ik wist toch nog een screenshot te nemen (beroepsdeformatie, ik noemde het al eerder).

Zeer, zeer groot was mijn verbazing toen pas maanden later bleek hoe de vork werkelijk in de steel zat — of laten we, om aan de veilige kant te blijven, zeggen: heel anders. Valentina was geen ‘loslopend wild’, maar bleek… volgens Diego zijn wife te zijn. Althans! Opeens had Diego het in de eBay Live over zijn vrouw en liet hij zelfs wat foto’s van hem en Valentina op zijn telefoon zien in een strike-a-pose die ik gerust als ‘sexy’ zou classificeren. Ik maakte daarvan wederom screenshots; dit was op 2 augustus, 2026. Diego had dus al die tijd, in ieder geval voor zover in de chat en in de WhatsApp-VIP-groep zichtbaar was, op geen enkele manier aan Dayati duidelijk gemaakt dat Valentina niet vrijgezel was. Voor mij lag daarmee de conclusie voor de hand dat hij met zijn wife op Valentina doelde.

Ook de zeer goede klant Dayati verdween een poosje hierna uit het familia-beeld. Ik heb niet geprobeerd na te zoeken of Valentina inderdaad Diego’s vrouw is.

Foto 1: Diego toont op eBay Live foto(’s) van Valentina en zichzelf.
Foto 2: Diego en Valentina samen in beeld tijdens eBay Live.

In de aanbieding

Wat OG Jewelers tijdens eBay Live aanbiedt, is aanzienlijk veelzijdiger dan je van een standaard juwelierszaak zou verwachten. Daarmee kom ik bij de tweede poot van dit Familia-blog: de producten en verkoopvormen zelf. Van goud, zilver en horloges tot snoep, stapels bankbiljetten en uiteindelijk de zogenoemde breaks: ook hier wordt al snel duidelijk dat OG Jewelers de grenzen van een gewone juwelierszaak ver achter zich laat.

The usual: Gouden en zilveren sieraden, al dan niet bezet met diamanten, edelsteentjes of emaille (kettingen, pendants, oorbellen, armbandjes enz.), maar ook bullion, coins, scrap zilver en goud, goud- en zilverbaren en meer

Losse diamanten en losse andersoortige edelstenen

Spreekt voor zich.

Penny drops

Een penny drop is in feite een kleine giveaway binnen de Live: een echt item met gewone verkoopwaarde wordt voor slechts enkele centen aangeboden. Degene die het snelst ‘Max Bid’ naar rechts weet te schuiven, wint. En daarbij geldt dus niet helemaal: gelijke monniken, gelijke kappen, want in feite wint degene met de snelste internetverbinding én de snelste reactietijd. Daarvoor is meestal maar drie seconden tijd, soms maximaal tien seconden, en de klok wordt niet verlengd wanneer iemand biedt, zoals bij gewone veilingen wel gebeurt. De winnaar betaalt dus praktisch niets voor het product zelf en hooguit de gebruikelijke verzendkosten, als die van toepassing zijn. Zulke penny drops komen in de eBay Lives die ik bekijk meestal slechts één of enkele keren voor tijdens een urenlange uitzending. De weggegeven items kunnen overigens best een behoorlijke waarde hebben, soms zelfs oplopend tot enkele honderden dollars.
Ik probeerde zelf geregeld mee te doen, maar soms waren de drie seconden al voorbij voordat ik überhaupt de kans had om de bid-slider te bewegen. En daarnaast: met een tragere verbinding dan de snelste bieder begin je dan simpelweg met een achterstand.

(Rolex, AP…) Wandklokken

Dollars fresh & crispy

Nee, dit is geen grapje, en misschien kijkt u toch even raar op. Met enige regelmaat verkoopt Diego dollarbiljetten, fris en crisp dus, in originele bankbundels en volgens Diego regelrecht afkomstig van een federale bank. U kunt zich daarbij het volgende voorstellen: vrijwel iedereen op eBay Live betaalt met een creditcard. Ook sommige debitcards bieden in Amerika cashback of andere rewards, maar creditcards zijn daarin doorgaans aantrekkelijker. Het voordeel van een debitcard is dan weer dat het geld direct van je rekening wordt afgeschreven en je jezelf dus geen dingen kunt toeeigenen met geld dat je misschien nog niet hebt. Bij een creditcard is het uiteraard zaak de volgende afrekening volledig af te lossen. OG/Diego biedt een pak papiergeld aan, jij biedt er net boven, laten we zeggen $2350 voor een pak van $2000 in twee-dollar biljetten, en je betaalt ook nog $10 shipping plus tax. Dan, ongeveer een week later, krijg je een pakketje ‘zoals elk ander’, maar er zit dus papiergeld in: voilà, uw bankautomaat aan huis bezorgd, op maat.

En hier wordt het ‘pittig’. Diego heeft tijdens eBay Live meerdere malen complete stapels gloednieuwe, crisp $2-biljetten verkocht, in originele bundels zoals ze van de bank komen. Het ging daarbij niet om zeldzame of gegradeerde verzamelbiljetten, maar om gewoon, huidig Amerikaans papiergeld dat tegen de nominale waarde kan worden uitgegeven. Een van de pakketten die ik een paar keer voorbij zag komen, bestond uit $2.000 aan $2-biljetten. Dat lijkt rechtstreeks in strijd met eBay’s eigen Collectible Currency Policy. Daar staat:

“Listings for current, exchangeable, ungraded currency from any country worldwide cannot exceed $1,000 in value, whether in a single listing or in a combination of multiple listings.”

Met andere woorden: eBay stelt voor dit soort gewoon, inwisselbaar en ongegradeerd papiergeld een maximum van $1.000. Een pakket met $2.000 aan gewone $2-biljetten vertegenwoordigt precies het dubbele van die limiet. Dit lijkt bovendien niet een regel die buiten eBay Live kan worden gehouden. Volgens eBay moeten verkopers op eBay Live eveneens voldoen aan de algemene regels voor verboden en beperkte artikelen.

Ik heb meerdere screenshots van dergelijke verkopen bewaard. Hieronder ziet u zowel een voorbeeld van de door OG aangeboden $2.000 aan $2-biljetten als de relevante passage uit eBay’s eigen beleid.

Overigens deelt Diego dollars ook regelmatig uit als giveaways; dan voegt hij bijvoorbeeld bij de eerste tien kopers een ‘lucky’ twee-dollar bill bij en mensen vragen dan regelmatig om zijn handtekening erop. De giveaways betreffen vaak bedragen variërend van 40 tot 500 dollar, en Diego maakte enige malen ook melding dat deze door eBay zelf gefinancierd werden/worden. Dit kan ik natuurlijk niet controleren. “Should we do a Give-away? Should we? I don’t know, OG. I don’t know.” (veelgehoorde zin van Diego)

Candy

Zo heel af en toe verkoopt Diego ook candy of iets anders wat niet onder de metalen en edelstenen valt. Gewoon dus voor de grap. Omdat ik al een zilveren kettinkje had gekocht, kon ik op deze zure gummies bieden, verzendkosten waren nog maar 1 dollar extra.

Horloges

Wat betreft horloges komen bij OG Jewelers welhaast alle beroemde en prijzige horlogemerken voorbij, maar dus ook de goedkoopste uit het ‘toch nog betrouwbare segment’, zoals Invicta’s en Casio’s. Waar het de duurdere merken aangaat — Rolex, Audemars Piguet (AP), Patek Philippe, Cartier, Omega, Vacheron Constantin en Breitling, om er slechts enkele te noemen — gaat het bij OG Jewelers vaak om aftermarket horloges, een bij OG zeer centrale term. Daarmee worden aanpassingen bedoeld die niet door het oorspronkelijke horlogemerk zelf, maar naderhand door derden zoals OG Jewelers zijn aangebracht, zoals het toevoegen van diamanten. Deze customized, aftermarket horloges kunnen na zo’n bewerking niet naar eBay voor authenticatie. En laat dit dus nu juist een grote specialiteit van OG Jewelers zijn: het toevoegen van diamanten aan de bezel en soms ook aan het bandje. Hiermee wordt zo’n horloge door de toegevoegde diamanten en het nodige juwelierswerk kostbaarder om te maken, maar qua daadwerkelijke marktwaarde naar mijn idee juist eerder minder waard, omdat het oorspronkelijke horloge daarmee wordt aangetast.

Daar komt nog eens bij dat dergelijke iced-out bewerkingen, wanneer ze door een ervaren juwelier worden uitgevoerd, eventuele kleine beschadigingen of onvolkomenheden aan delen van het horloge aan het zicht kunnen onttrekken. Dat hoeft uiteraard niet het doel van zo’n bewerking te zijn, maar het maakt de oorspronkelijke staat van het horloge voor een koper wel moeilijker te beoordelen.

De bewerking is voor een juwelier dus zowel bewerkelijk als mogelijk winstgevend, maar voor de klant — hoe fantastisch die al die bling-bling misschien ook vindt; simpel gezegd heb je hier haters en lovers en lijkt er bijna geen middenmoot te bestaan — wordt het aankoopspel sowieso een stuk onzekerder. Ik zag in het verlengde hiervan in de WhatsApp VIP-groep, toen klanten daar nog wél konden reageren, een paar keer klanten melden dat er een steentje uit hun horloge of ring was gevallen. Daarbij beklaagden zij zich er ook over dat de klantenservice van OG maar niet reageerde. Ze moesten in ieder geval veel moeite doen voor vervanging of hulp.

Pokémon en verwante kaarten

Dit was slechts in een korte periode in de tijd dat dit blog beslaat.

Verrassingsboxen gegarandeerde waarde

Hierbij mogen de eBay Live-deelnemers bieden op boxen met een bepaalde gegarandeerde waarde, maar weten zij niet wat ze zullen krijgen. In mijn voorbeeld betreft het Rolexen, en deze werden inderdaad door een paar personen blind gekocht. Dit is door eBay toegestaan, maar er is hier wel een mogelijke complicatie: omdat OG Jewelers vrijwel altijd pre-owned Rolexen verkoopt die voor het leeuwendeel naderhand worden bewerkt tot de eerder genoemde iced-out exemplaren, krijgen we hier vaak te maken met de al genoemde after market horloges. Daardoor moet de waardegarantie — in zo’n geval misschien $15.000 — op goed vertrouwen en eigen onderzoek van de koper rusten, als het inderdaad aftermarket Rolexen betreft. Ik had van deze verkopen geen screenshots gemaakt van de uiteindelijke onthulling, dus kan ik in deze twee gevallen niet meer vaststellen of het inderdaad aftermarket Rolexen betrof:

Verrassingsboxen maar met veel duidelijker gokelement

Hier bieden mensen ook, maar het gokelement is vele malen groter. In het getoonde voorbeeld hieronder is er sprake van tennis bracelets, waarbij de door Diego aangegeven dan wel geclaimde waarde bijvoorbeeld varieerde van $200 en $300 tot $600. Er was echter één lucky winnaar met een tennis bracelet van 10K gold met natural diamonds, met volgens Diego een waarde van rond de $20.000. Dat bedrag moet ik uit mijn hoofd reconstrueren.
Op basis van mijn geschatte 700 uur observatie heb ik sterk de indruk dat Diego bij dergelijke waarderingen doorgaans aan de uiterste bovenkant gaat zitten van wat nog enigszins plausibel klinkt.

Hier wordt meteen iets belangrijks geïllustreerd. Mensen beginnen te bieden en er zijn er vrijwel altijd één of twee mensen — althans volgens mijn observatie dus weer — die steeds meer plekken reserveren/kopen, omdat daarmee hun kans op de hoofdprijs groter wordt. En mathematisch is dat op zichzelf ook waar: meer spots betekent een grotere kans. Maar daar zit precies de valkuil. Een grotere kans is nog altijd geen zekerheid, en naarmate iemand steeds meer spots koopt, kan het bedrag dat hij uitgeeft totaal uit verhouding raken tot de kans die hij daarmee bijkoopt. Je zult dan net zien dat iemand die ‘slechts’ één of twee plaatsen (boxen) heeft gekocht er uiteindelijk met de geclaimde high-value prijs vandoor gaat. Ik heb hiervan dus echt letterlijk al vele voorbeelden gezien.

En al helemaal bij het kopje dat hieronder gaat volgen, dat van de zogeheten breaks, met de geclaimde peperdure AP- en andere horloges. Mensen die letterlijk rond de $5-6K of zelfs nog meer hadden uitgegeven aan een hele rits boxen, moesten dan alsnog beteuterd toezien hoe Jan met de lucky pet, met zijn ene spot — of misschien twee spots — er met de hoofdprijs vandoor ging. En ook hier geldt alweer de ‘maar’-restrictie. Geclaimde waardes van rond de $20.000 en, in het geval van AP-horloges, vaak rond de $49.999 (een bedrag dat ik bij de AP-horloges steeds weer zag terugkomen) zijn precies dat: geclaimde waardes.

Hier ontstaat echter alweer een volgend probleem met eBay’s eigen regels. Mystery boxes zijn op eBay Live toegestaan, maar eBay bepaalt uitdrukkelijk dat daarbij geen item met een bijzondere geldelijke of verzamelwaarde mag worden uitgelicht, tenzij dat item bij iedere aankoop inbegrepen is. In dit geval was juist sprake van één uitgesproken hoofdprijs tussen veel aanzienlijk lager gewaardeerde tennis bracelets. Deelnemers boden vele honderden dollars op afzonderlijke boxen zonder te weten welke bracelet zij zouden ontvangen. Daarmee lijkt de constructie sterk op precies het kans-element dat eBay Live expliciet verbiedt: betalen voor een kans op een uitzonderlijk waardevol item, in plaats van voor een vooraf duidelijk omschreven aankoop.

eBay Chance policy
eBay Live Chance policy

Intermezzo: OG/Diego zet Constantia (mij) met regelmaat op mute (maar bant haar nooit) en blokkeert haar op Instagram

Het is al een paar keer ter sprake gekomen: de OG/Diego-mutes. Snow Gal merkte het, ik merkte het, en er waren ook anderen die bijvoorbeeld in de WhatsApp, toen dat nog kon, kwamen vragen/melden of ze nog wel gezien werden op de Live, omdat op hun berichten steevast niet werd gereageerd. Wat mijzelf betreft merkte ik keer op keer dat ik blijkbaar op mute stond; heel soms werd ik opeens weer van mute afgehaald, of bleek dat al gebeurd te zijn, want dan kwam er plotseling wél een reactie in de chat. En geloof me: ik vroeg herhaalde malen nadrukkelijk: kan iemand mijn berichten zien? Opeens begon het ook fysiek op te vallen dat mijn berichten niet meer doorkwamen. Dat bespeurde ik doordat er, zodra ik bij mijn reactie op “Send” drukte, een draaiend bolletje verscheen alsof eBay aan het denken was. En dat was dan kennelijk ook zo, want vervolgens verdween mijn reactie in het rijk der ongezienen. Waren in het normale mute geval mijn berichten voor mijzelf nog wel zichtbaar geweest, bij het ‘draaiende bolletje’ geval verdwenen ze helemaal. Ik had me allang neergelegd bij de mutes en was en bleef dus tot op de dag van vandaag, al vele maanden lang, een vrijwel geheel zwijgende observant. Ik had allang in de gaten dat Diego hier reilde en zeilde naargelang zijn eigen grillen — of, als je het objectiever wilt zeggen: inzichten.

Maar er gebeurde iets in juli 2026 wat toch wel opvallend was. Er was nooit — niet voor of achter de schermen — een botsing tussen Diego en mij geweest, behalve dat ik af en toe via Instagram DM tegen hem constateerde dat ik blijkbaar weer op mute stond. Sterker nog: OG/Diego volgde mij in het begin zelfs terug op Instagram en likete mijn Insta Reel van hoe ik de candy won op zijn eBay Live. Maanden later vertrok hij echter als volger. Ik kreeg de indruk dat dit rond het moment was waarop hij vooral de echte grote spelers nog terugvolgde op Instagram. Achter de schermen bleef hij tegen mij, in onze spaarzame uitwisselingen, gevoelsmatig altijd een totaal andere persoon: eerder — hoe ongelooflijk dus ook — zeer rustig en zelfs wat gedrukt overkomend.

In mei 2026 likete hij nog wat uitingen van mij, en in juni viel me opeens op dat zijn OG Jewelers-account weg was. Dat was korte tijd ook echt zo; ik checkte dat in een anonieme browser. Maar in juli bleek hij weer terug — alleen niet voor mij: ik was geblokkeerd. En dit was en is voor mij toch onbegrijpelijk, aangezien ik slechts spaarzaam wat met hem had gepraat in de Instagram-chat en het er gewoon vriendelijk aan toeging. Hij had zelfs sommige uitingen van mij geliket. Ik had dus zeker niets op mijn kerfstok, behalve — als je dat al iets “op je kerfstok hebben” wilt noemen — mijn vragen naar het feit dat ik blijkbaar gemutet was. En dit is tot op de dag van vandaag zo gebleven. Naar de reden kan ik dus alleen maar gissen. Voor mij is dit een beetje vervelend, omdat ik nu niet meer naar de echte updates op Instagram kan kijken. Je ziet alleen nog een afdruk van de eerste posts, maar daarna eist Instagram onmiddellijk dat je inlogt, en dan vervalt mijn zicht helemaal. In het eerste screenshot had ik het over nog wat anders: de hele chat was even niet zichtbaar.

Diego/OG en Constantia op Instagram: de eerste like in de vorm van een hartje kwam hier van Diego

‘Breaks’, maar niet in de zin van trading card breaks

De breaks vormen de hekkensluiter in dit illustere OG Jewelers-rijtje. Dit voorlopige hoogtepunt van de “Pioneers of Jewelry Live Auctions” — citaat d.d. 9 september 2026 van hun Instagram-profiel — waarmee OG Jewelers en Diego eBay Live naar eigen zeggen hebben ‘gerevolutioneerd’ (ook dat stond eerder in hun Instagram-profiel), begint met een heel fikse galerij. Een geruststelling voor u: u hóeft die niet aan te klikken. Maar het mág natuurlijk heel graag wel.
Waarom ik dit keer voor zoveel screenshots heb gekozen, is omdat ik naast het hele fenomeen ook flink wat uit ‘de chat’ wil laten zien. Ik laat zo dus uitdrukkelijk ook de deelnemers spreken. Hieruit alleen al zal de flinke confusie blijken die er vanaf het begin was en bleef over hoe het systeem nu precies werkt. En ik kan u daarbij niet geheel geruststellen. Het is, al dan niet opzettelijk, een behoorlijk vaag geheel. Hoe dan ook is het overduidelijk een casinoachtig gebeuren. Mijn zeer stellige indruk is dat een meerderheid van de deelnemers het gebeuren hartgrondig haat wegens de absolute traagheid ervan. Kortere breaksessies komen voor, maar in mijn observaties duurt het proces doorgaans zo’n drie uur, loopt het regelmatig richting vier uur en soms zelfs daaroverheen.

Diego kwam er rond de derde week van augustus 2026 opeens mee. De nieuwste eBay Live-gig was een zogeheten break-format. De term break komt oorspronkelijk vooral uit de wereld van trading cards, waar deelnemers een spot kopen in een box-, pack- of case break en de inhoud vervolgens live wordt geopend en verdeeld. Diego lijkt het begrip aanzienlijk te hebben verruimd: bij OG wordt geen traditionele kaartenbox ‘gebroken’, maar verwijst break naar het zelf ontwikkelde systeem van biedingen, spins, Casio’s, gouden boxen en een geclaimde zeer kostbare hoofdprijs.

Midden in het beeld verscheen ineens een computerscherm met geheimzinnig veel flikkerende vakjes, een lopende neontekstbalk enz. Ik viel er net wat later in en had de uitleg gemist. Ik begreep er echt helemaal niets van, maar ik bleek niet de enige. Een medewerker van OG Jewelers zegt het breakspel zelf geprogrammeerd te hebben. Dit zei deze persoon, die tijdens deze breaks tevens moderator is, zelf in de chat. OG begon het breakspel steeds vaker aan te bieden en kreeg inmiddels ook in de gaten dat veel mensen er niets van snapten. Daarom werd tijdens de show steeds vaker uitleg gegeven. Maar vanzelfsprekend komen er in zo’n eBay Live voortdurend nieuwe mensen bij, dus het blijven geven van uitleg is een beetje dweilen met de kraan open.

Veel liefhebbers van dure horloges willen heel graag de AP (of anderszins) winnen en bieden soms vele duizenden dollars om zoveel mogelijk spots te bemachtigen, wat nog steeds geen enkele garantie geeft dat ze winnen.

Elk breakspel bestaat namelijk meestal uit vijf rondes van maximaal twintig veilingen/draaiingen. Voor iedere draaiing wordt eerst afzonderlijk geboden; de hoogste bieder koopt daarmee één spot en krijgt vervolgens één spin aan het digitale rad. Dat rad telt twintig vakken: achttien blauwe kruisjes, die een goedkoop Casio-horloge vertegenwoordigen, en twee gouden boxen. Als alle vijf rondes volledig tot twintig spots zouden worden uitgespeeld, zouden er op honderd spots dus negentig Casio’s als troostprijs zijn voor de minder gelukkige spinners (of het moeten sadomasochisten zijn). Maar zover komt het meestal niet: een ronde stopt zodra beide gouden boxen zijn gevallen. Over vijf rondes zijn er in totaal tien gouden boxen te winnen. Negen daarvan bevatten doorgaans een prijs met een door OG geclaimde waarde van grofweg $400 tot $800 — bijvoorbeeld een horloge of ketting — terwijl één gouden box de echte hoofdprijs bevat: een veel duurder horloge, vaak een AP, waarvoor OG/Diego doorgaans een waarde van ongeveer $40.999 tot $59.999 claimt.

Over die Casio’s doet Diego meestal vaag. Tijdens de eBay Live ligt er als voorbeeld rechts één in beeld, en dankzij een, wat dit blog betreft, zeer recente vraag van een chatdeelnemer — waarop Diego nu eens een concreet antwoord gaf, namelijk: F91W Casio — kon ik opzoeken wat Google over de prijs te melden had. Google kwam mij met zeer gehaaste schreden vertellen dat SHEIN op dat moment een actie had met exact dat horloge voor $7,50. Zelfs de stemmen in de chat die het ook al hadden uitgezocht en het ding meestal tussen de $25 en $30 schatten, bleken dus te optimistisch.

Houd daarbij in uw achterhoofd dat er weliswaar zeker spots onder de $100 worden verkocht, maar dat veel biedingen daar uiteindelijk ver voorbij schieten. De eerste blijven meestal onder de honderd dollar, maar naarmate er meer blauwe kruisjes zijn gevallen en de gouden boxen uitblijven, lopen de bedragen snel op: naar $250, $500 en soms zelfs $1.000. Ja, mensen bieden werkelijk bedragen van $500 of $1.000 voor zo’n ‘zeldzame spin’ wanneer de betreffende break bijna vol is (klik gerust wat screenshots aan).

Wanneer zo’n gouden box valt, weet vooraf niemand — althans wanneer het systeem werkelijk random werkt. Juist daardoor kan zo’n ronde eindeloos duren. Niet alleen moet het rad telkens opnieuw draaien, maar vóór iedere spin vindt eerst weer een volledige bieding plaats, en ook die neemt steeds behoorlijk wat tijd in beslag. Het komt geregeld voor dat het rad bijvoorbeeld vijftien keer achter elkaar op een blauw kruisje valt voordat eindelijk een gouden box verschijnt.

Berekening ChatGPT:

Soms vallen de twee gold boxes al vroeg en kan meteen een nieuwe breakronde beginnen; soms duurt het zelfs bijna alle twintig plaatsen. Over veel rondes middelt dat verschil zich echter uit: bij twee willekeurig verdeelde gold boxes valt de tweede gemiddeld rond plaats 14. Daardoor blijft de gemiddelde duur van de rondes uiteindelijk redelijk vergelijkbaar. Om uiteindelijk alle tien gold boxes te bereiken — waarvan er dus maar één de daadwerkelijke superprijs bevat — moet de machine gemiddeld ongeveer zeventig keer worden gedraaid.

En wat vindt eBay hier nu van: is eBay misschien een online casino geworden?

eBay is in zijn eigen regels opvallend duidelijk over kansspelen tijdens eBay Live: “We do not allow chance-based items or sales during eBay Live events.” Daarbij noemt het bedrijf niet alleen loterijen, raffles en willekeurige trekkingen, maar ook verkopen waarbij de koper een kans krijgt om een item te winnen in plaats van een duidelijk omschreven aankoop te ontvangen. Dat lijkt op zijn minst moeilijk te rijmen met wat hier gebeurt. De deelnemer biedt immers geld voor een spot, waarna een computer willekeurig bepaalt waar die spot terechtkomt. De toevalsfactor is dus niet bijkomstig: zij bepaalt uiteindelijk of iemand bij een van de gold boxes belandt en daarmee kans maakt op de superprijs.

eBay kent wel een uitzondering voor zogenoemde case, box en pack breaks, maar alleen voor vooraf goedgekeurde verkopers. Op eBay’s eigen informatiepagina blijkt bovendien wat het platform met zulke breaks bedoelt: card breaks, waarbij packs of dozen met trading cards worden geopend en deelnemers spots kopen voor bijvoorbeeld een team, speler of divisie. Het woord break maakt een willekeurige prijstrekking dus nog niet automatisch tot zo’n toegestane break. Je kunt iets niet policy-proof maken door het een “break” te noemen als de constructie inhoudelijk nog steeds een kansmechanisme is.

eBay Breaks, uitleg door eBay zelf

Ook eBays uitzondering voor mystery boxes biedt niet zonder meer uitkomst. Daarbij mag volgens eBay geen item met bijzondere geld- of verzamelwaarde worden uitgelicht tenzij iedere aankoop zo’n item bevat. Juist bij een systeem waarin één uitzonderlijke superprijs boven een groot aantal veel bescheidener uitkomsten hangt, wordt ook die bepaling relevant.

Of eBay OG Jewelers voor precies dit specifieke format afzonderlijk toestemming heeft gegeven, kan ik uit openbare bronnen niet vaststellen. Maar afgaande op eBay’s publiek beschikbare regels valt moeilijk te ontkennen dat de constructie op gespannen voet staat met zowel de tekst als de kennelijke bedoeling van eBay’s eigen beleid tegen chance-based sales.

eBay Live policy
Chance Listings Policy

Afsluiting

Ter afwisseling kijk ik ook met enige regelmaat uren naar andere eBay Lives. Voor zover ik daar heb kunnen waarnemen, verlopen die veel conventioneler: gewone veilingen, soms aangevuld met een penny drop of een kleine giveaway, bijvoorbeeld een pet. Ik heb daar niet dezelfde opvallende verkoopvormen gezien als bij OG — geen candy, geen grote stapels bankbiljetten die worden doorverkocht of giveaways van honderden dollars, geen mystery boxes en geen breaks. Daarbij moet wel worden aangetekend dat ik deze andere Lives aanzienlijk minder vaak en minder lang heb gevolgd; mijn observatie-uren zijn daar dus bij lange na niet vergelijkbaar met die bij OG Jewelers.
Selectie van andere eBay Live Shows die ik af en toe bekijk:

EBay Live sellers, v.l.n.r.: Hemeisport, Vookum, Happy Jewelers, Mr Wikd (2x)


Direct na publicatie heb ik zowel OG Jewelers/Diego als eBay op de hoogte gebracht van dit blog en om een eventuele reactie gevraagd.

The beginning

It was by chance that, right around the turn of the year, December 2025–January 2026, I found myself in my very first eBay Live auction. Products are offered live there, and viewers can bid directly against one another. Or perhaps it was not entirely by chance after all, because eBay had suddenly started advertising it quite conspicuously, and I clicked on an announcement. eBay Live has been around since mid-2022 and initially existed mainly as a niche within eBay for collectibles such as trading cards. It was not until 2026 that the platform really seemed to develop into a major player of its own within eBay. By now, eBay Live is active in the United States, the United Kingdom, Germany, Australia, France, Italy, and Canada.

While eBay Live is currently growing explosively, I have now spent more than eight months watching what actually goes on inside such a successful American Live community. In late December 2025, I clicked on a show announcement by a certain OG Jewelers in Miami, Florida. OG Jewelers is represented in the Live shows by auctioneer Diego. OG Jewelers has been registered on eBay since December 2021. Since then, up to the publication of this blog, I estimate that I have watched at least 700 hours of Diego’s eBay Live broadcasts, possibly considerably more. I was an extremely faithful attendee, and his Lives would continue deep into the night.

Diego seems tireless, a barrel full of sparkling explosives. My impression is that OG Jewelers, in the person of Diego (with assistants), started doing eBay Live sometime in 2025. When I first looked at OG Jewelers’ eBay Live page, it appeared that all the previous shows were still listed there as well; back then, you could simply watch them again. As I remember it, there were already dozens of them. I clicked on several and was struck each time by Diego’s enormous amount of routine and experience. For the past few months, those playbacks have no longer been available. Buyers now only receive a video receipt covering the minutes surrounding their own purchase; I received those myself when I bought a few things. But months later, even those video receipts appear to have stopped working. What began, however, as curiosity about an extraordinarily charismatic seller grew into a months-long look at a world in which entertainment, personal involvement, and hard-nosed commerce constantly turn out to be intertwined. A human soap opera within the eBay Live environment, in which the question gradually began to arise whether anyone is actually to blame — and if so, who.

In terms of Live participants, OG/Diego is not one of the biggest players: usually around 20 to 200+ people are watching. His colleague Mr Wikd, a watch auctioneer, for example, draws much larger crowds of roughly 250 to 1,000+ participants, but auctions only once a week, on Mondays, in shows lasting five to six hours. OG/Diego initially auctioned as many as six days a week; nowadays it is two to three times a week. His Live shows often last around five hours, and sometimes even longer. Large sums of money change hands with both eBay Live sellers, with sale prices ranging from under $100 to peaks of as much as $50K for rare watches.

The first time, I dropped into one of Diego’s shows right in the middle of it, and he was selling silver chains at the time. Briefly forgetting that such a thing as etiquette exists (a typical Sagittarius trait, for the non-skeptics among us), I soon voiced criticism in the chat about the extremely high prices — for example, around $200 for what I considered an ordinary silver chain. To my surprise, at the next show I attended I noticed that I had apparently been put on mute in the chat, because nobody responded to me anymore and nobody seemed to be reading my messages. But if I wanted to bid, I still could: my name simply appeared among the bidders.

eBay Live explained by eBay
eBay Live explained for sellers
eBay Live Policy by eBay

Showmaster Diego

Before continuing the story, I want to explain why, in the months that followed, I was practically glued to my iPad and literally spent hundreds of hours watching Diego’s eBay Live shows. Diego keeps going incredibly hard: he is hustling hard. During his first months on eBay Live, he still did everything by himself and would keep going until the early morning hours in Florida (California is three hours behind Florida, so it is three hours later there). His shows often lasted around five hours, and I regularly watched virtually the entire show. Back then, most of his eBay Live shows ended for me at around 12:30 a.m. or even later, which meant around 3:30 a.m. for him (or later). Diego certainly keeps you occupied, that much has to be said, and I am far from the only one who feels that way. It is downright addictive, a kind of virtual cross between a fairground and a living room: something is constantly happening, after a while you know all the regulars, and before you know it, another few hours have gone by.

As it turns out, Diego was anything but a novice when he arrived on eBay Live. OG Jewelers had already been active on Whatnot since at least 2023, a platform built largely around live selling. There, Diego had already spent years developing virtually the same lightning-fast and remarkably seasoned presentation style that he later brought to eBay Live. Elements that I initially thought were typical of his eBay shows — La Familia, mystery boxes, giveaways, and so-called breaks — already existed there as well. More about that later in this blog. By now, OG Jewelers has sold around 117,000 items on Whatnot, accumulated more than 25,000 reviews, and gained over 130,000 followers. Anyone who watches the old clips can immediately see where Diego’s enormous level of experience comes from: eBay Live was not the beginning of his live-selling career, but rather its next stage. OG Jewelers also does well on eBay. The account has existed since December 2021, has sold around 15,000 items, and has accumulated more than 13,100 feedback ratings. At the time of publication of this blog, its positive feedback stands at 99.3%.

In my eyes, this makes Diego almost a human sales machine.

Diego. Still from a Whatnot-clip pubished by OG Jewelers themselves

At the time of writing this blog, Diego’s shows have scaled back to just a few times a week. This blog describes a history that was constantly evolving. My story begins roughly at the peak of ‘Diego’s eBay Live curve.’

Diego of OG Jewelers turned out to be — and still is — the absolute showmaster, with a powerhouse voice that gives Elvis himself a run for his money, and no, I am not even exaggerating. Diego also sings regularly, laughs, makes genuinely funny and witty jokes, and has everyone wrapped around his little finger, whether man, woman, or gender-neutral person.

Out of professional deformation, I immediately started looking into who I was dealing with, and I found The Man on OG Jewelers’ Instagram account, where I managed to identify him by the appearance of his hand and the jewelry he wears on and around it. Diego now had a face for me, although for many months afterward he carefully avoided showing himself on eBay Live, despite people occasionally asking him to. It was not until August 2026 that he sometimes deliberately appeared on camera himself. I also once called him by his first name in the chat, but received a mild reprimand that I should not share personal details (I was off mute again by then; more on that shortly). But I was not the only one who used his first name. Some people mention him by first name in the eBay reviews as well. In the first show I ever saw him do, he joked that he was 82 years old, and I, still completely blank as to who was speaking here (and also somewhat autistic in the sense of taking everything literally), thought that perhaps this was actually true — except that he seemed to have remarkably young hands. But given his showmanship, I would happily credit him with 82 years of experience. I occasionally asked him something in the chat, but he dodged all personal questions, and I would estimate him to be around 32–35 years old.

For the time being, Diego presented himself facelessly as a man with a booming, full-male voice that commands attention, and immaculate hands adorned with expensive jewelry. I have never seen even the tiniest speck of dirt on his pink nails and fingers, and those hands are therefore constantly on screen while he displays his gold, silver, diamonds, and more for eBay Live.

The first purchase — and then two more

So I was on mute, which annoyed me quite a bit. Then Diego suddenly decided to put his silver enamel Stitch up for auction as well, and on impulse I bid on it. Although the pendant sold to me for $89, I ended up paying just over $107, including shipping and tax. After that I would buy one more silver chain, which cost me a little over $60, and $7.56 worth of candy, complete with ‘OG’s’: Diego’s initials handwritten in Sharpie, along with “OG♡U.” Because yes: there were plenty of things that made it clear Diego was quite a character. He would occasionally sell candy, for instance, when he felt that a particular item had sold for too little. Since I had already bought a chain during the same session and shipping for each additional item would cost only $1, I bid on the candy. After those three purchases, I never bought anything again. But with my very first purchase, the Stitch, Diego had noticed that there was something unusual about me as a buyer: I was on mute!

By then I had started following OG — or rather Diego; he also uses the name OG for himself, even though it is actually the name of the jewelry business — on Instagram and had gone into his DMs. There I told him that I could not say anything in the eBay Live chat because he had muted me, and that I thought I knew why: the very first time I attended one of his shows, I had been critical of the prices. I apologized for that. Diego was like an angel swooping in who somehow knew telepathically that I was sitting there in the Instagram DM chat. Even in the middle of his show, he immediately responded to me there. I was taken off mute, and everything was — or seemed to be — fine again. I instantly felt a strange sense of familiarity, as if I had known him for years (who knows, if past lives exist). I was visible in the Live chat again!

Diego’s eBay Live regulars could recite these lines in their sleep, because they have literally been repeated thousands — tens of thousands — of times. A Diego anthology.

A ‘victim’ of his own success: ‘La Familia’

Diego affectionately calls his eBay Live community “La Familia” and emphasizes that everyone in his OG Jewelers chat belongs to the “OG Familia.” This does not, however, stop him from charging his familia top dollar without batting an eye. My further research regularly shows that items he presents as particularly valuable can be found on eBay itself or elsewhere online — sometimes the exact same products — for a fraction of his price, for example half as much or even just one-fifth. This applies, for instance, to silver Disney pendants that I also found elsewhere and to Invicta watches, just two examples from a much larger assortment. It soon became clear to me that I seem to be one of the few people who consistently does research before buying anything. Many of his buyers — especially, it seems to me, admiring male customers of the macho “has plenty of money and wants everyone to know it” type — readily pay a hundred dollars or even thousands of dollars more in his Live show for the exact same silver pendant or the exact same watch than is being asked elsewhere on eBay or online.

So this blog is emphatically not about some small seller doing $1,000 a year in sales on eBay, but about a business whose annual revenue, by my estimate, runs into the millions, with eBay alone presumably bringing in many hundreds of thousands of dollars a year. That is hardly surprising, given that OG deals in gold, silver, natural and lab-grown diamonds, so-called moissanite ‘diamonds,’ AP, Rolex, and Breitling watches, and much more besides, all of it at the higher end of the market. For those who would like to know more about moissanite: strictly speaking, moissanite itself is not a diamond but silicon carbide, a different mineral that can look very much like a diamond. Moissanite can indeed register as diamond on a simple thermal diamond tester, whereas equipment that measures multiple properties is better able to tell the difference.

One mitigating circumstance should immediately be noted here, because in my opinion eBay itself does outrageously good business from an eBay Live seller such as OG Jewelers, simply for the use of its platform. The seller has to hand over a substantial share of his revenue to eBay. ChatGPT summarizes it for us as follows:

In a U.S. eBay Live sale, a seller such as OG Jewelers pays various fees to eBay. For most categories, eBay charges a 6% selling commission on the total sale amount, plus 2.9% for payment processing and a fixed transaction fee of $0.30 per order. Together, those two percentages mean that normally 8.9% of the total sale amount goes to eBay, plus 30 cents per order. The 6% selling commission is also capped at $100 per item sold. So with an OG eBay Live show lasting more than five hours, during which many products are sold — most of them for more than a hundred dollars and regularly for more than a thousand — substantial sums of money are involved no matter what, both for OG itself and for eBay.

And yet I regularly find myself scratching my head. For example, he sells tiny silver earrings with a single stone, available in various colors. In terms of the sheer amount of raw material involved, their value cannot be particularly high. I do not pretend to know, incidentally, what proportion OG Jewelers actually makes itself and what proportion may come from elsewhere, for example from mass production. But these earrings appear so frequently that I suspect they are either purchased or produced in larger quantities.

Iced-out is by far their biggest specialty: it means setting large numbers of stones into earrings, bracelets, chains, watches, pendants, and so on, with the most expensive versions containing genuine diamonds, either very small or larger ones, while cheaper versions use other stones. They do this to virtually all of their chains, pendants, bracelets, and rings, and also quite often to vintage Rolex watches, adding diamonds to the bezel, among other things. As a result, these custom-modified vintage Rolex watches no longer qualify for eBay’s Authenticity Guarantee. With such an iced-out aftermarket modification, the customer therefore does not receive the authenticity check through that program that would otherwise be available for an eligible, non-customized watch.

In today’s diamond market, where lab-grown diamonds have put considerable pressure on both the prices and perceived value of natural diamonds, natural diamonds (“natural, earth-mined diamonds,” in Diego’s words), lab-grown diamonds, moissanite, simulated diamonds, and other stones can also be difficult for the average customer to distinguish from one another. That is precisely why it is important to be absolutely clear about which stones have been used in a piece of jewelry. Diego is generally quite conscientious about stating this: “This goes through the diamond tester and goes beep, beep, beep!” when, for example, he is talking about moissanite. But during a Live show, the average buyer has no direct way of independently checking whether a stone really is what it is said to be, and therefore has to rely to a considerable extent on the information provided by the seller. A simulated diamond, incidentally, is not a specific type of stone but an umbrella term for materials that imitate the appearance of diamond, such as cubic zirconia, glass, or other colorless stones. The buyer is thus confronted with a dizzying variation on the theme of ‘diamond’ — from ‘natural diamonds’ and ‘lab-grown diamonds’ to ‘moissanite’ and ‘simulated diamonds.’ Only a fraction of buyers will take their jewelry or watches containing whatever kind of ‘diamonds’ to a local jeweler after receiving them to have the stones independently tested.

Diego once joked during his eBay Live show, when a massive cold wave hit the eastern United States in the winter of early 2026, that it was caused by OG Jewelers shipping out so much iced-out jewelry. Once again, he had everyone laughing. Most of their jewelry therefore contains some form of ice-out; even the Stitch I bought has an ‘iced-out’ little belly.

Back to those earrings. Diego sold — and still sells — them both individually and, especially toward the end of his shows as a ‘reward,’ by the full box of twelve pairs. I was therefore quite astonished when, on several occasions, an entire box containing twelve pairs in all the different colors sold for around $78, while in a subsequent show literally a single pair from that same box sold for more than $80. In a recent show in September 2026, things became even more extreme when OG/Diego sold the entire box for $48.

Diego knows how to get his customers so carried away with his charm, charisma, and praise that people, with dollar signs, hearts, or both in their eyes, blindly pay absolute top dollar for a pair of little earrings that might have a realistic retail value of no more than $15 in an ordinary brick-and-mortar store. The customer mentioned above, who bought just one pair, ultimately paid a total of about $102 — shipping and tax were added, after all — for a single pair with an estimated retail value of $15.

But it goes further than that. During those hundreds of hours of showtime, I have seen so many sales to the very same customers that it started to make my head spin. Such is Diego’s charm that he would quite casually sell the exact same earrings, watches, and the like to the same person all over again. In other words, people became so worked up that they simply kept buying things they already had at home — often already bought from him, sometimes even in multiples — over and over again. Take, for example, the notorious mass-market Invicta watches: they kept buying those again too. While the exact same Invicta watches might be sold brand-new online by Invicta (!) itself for $25 or at most $50, they would readily pay Diego/OG close to $200.

Some people in the chat who were more ‘awake’ would make rather cutting jokes about this, and some of them were banned. I stopped voicing criticism myself because I did not want to be muted or banned again (although I kept getting muted anyway — never banned; more about that later). But Diego never flinched. Meanwhile, a customer might be paying as much as $150 more for one of those mass-produced Invicta watches than it cost elsewhere.

And why did — and do — these customers behave like that during the auctions? There is something in the brain that says: I want that, and you’re not getting it. But there is also the excitement whipped up by the legendarily good salesman Diego, and even… falling in love with the seller. Yes indeed. Plenty of grown, wealthy men — or at least men rich in credit cards — regularly shouted, and still shout, “I love you” at Diego in his chat. It is all affectionate “Bro” and “Buoy” (with that cool uo pronunciation), and they mean it. Diego is always very alert and calls back: “WE love you too.” Rarely is it: “I love you too.” Diego keeps his head, at least.

But things began to get out of hand. Diego started becoming a ‘victim’ of his own success. “Mysterious Lady” was one example. I have slightly altered all the real eBay names to protect people’s privacy, although the regulars in Diego’s chat will know who I mean. I will give only a few examples of customers who became in over their heads in their involvement with Diego. They included both men and women.

For the section on “Mysterious Lady,” I chose to use the full screenshots so that the dates and chronology remain visible as well:

Mysterious Lady

One of the people who just kept buying, even when she already had everything ten times over, was Mysterious Lady [name slightly altered]. By then I was attending virtually the entire show almost every evening, and I watched the whole thing unfold like a dramatic stage play. By her own account, she was a nurse and worked very long (night) shifts. She was thick as thieves with someone I will call Snowgal here [name also slightly altered].

Mysterious Lady seemed to have developed a definite crush on Diego, and in order to keep hearing him call out and boom her name all the time, she just kept buying. The two of them even spoke on the phone live in the middle of one broadcast, after which he let out a primal roar as if he were the happiest man in the world. But things started getting out of hand. She began demanding more and more attention and even insisted that he text and call her outside the show. He would keep trying to talk his way around that, or say that he had indeed sent her a message, but then it had been ‘just’ through eBay, not to her private number. The regulars knew that he was married and had children — one of the few personal details he occasionally shared — and there were frequent exchanges between Diego and people in the chat, but none of that seemed to dampen the fun.

To my surprise, Diego himself began going along with it more and more once it became clear that she really did keep spending many hundreds of dollars almost every evening — in my view on all kinds of nonsense, such as endless quantities of the same earrings in different colors, silver chains in duplicate sizes, and even duplicate Invicta watches. Naturally, he did not want to lose such a good customer, but by then he was clearly paying a very different kind of price himself. He even started calling her his “Internetwifie” during the show, and for me that was the moment when this could no longer be just a bit of harmless fun. Diego also began to seem noticeably more nervous about her, at least that was my observation. And at some point it really was over. One day she came back into the show and Diego said, “You’re not welcome here anymore,” and threw her out of the chat. She just managed to fire off something along the lines of, “WTF, you can’t do that to me,” in the chat — as if, as a very premium customer, that indeed could not possibly happen to her. A few shows later, he also confirmed that he had banned her.

From that point on, or shortly afterward, there was a change of course. The show was no longer on virtually every day, and suddenly he brought in two new sellers: Lino (a woman) and Logan (a man). At first, however, they met with outright resistance from the people who were, after all, so crazy about Diego, and in terms of sales performance — simply how many dollars they managed to rake in — they did not even come close to his shadow. The first major crack in the magic had appeared.

Snowgal

Snowgal was, as I said, close with Mysterious Lady, and at one point she even mentioned her own full name in the chat and said that she was on Facebook. She was not saying this to me, but once again out of professional deformation, I immediately went looking. And sure enough: found her right away. Snowgal turned out to live in California, just like me, and seemed to be the same kind of ‘in between jobs, vaguely employed’ person that I am. Apart from me, she is just about the only one who was there from the beginning and stayed. Like me, she seemed to watch mostly as a pastime, and like me, she had only bought a few things during the first month or months.

She and Diego constantly seemed to run into a peculiar communication hurdle. She was very present — unlike me; by then I hardly ever said anything anymore, I was simply there — and acted almost as though she worked for OG Jewelers by trying to ‘keep the chat on track.’ Although Diego did sometimes seem to appreciate that, she also apparently started getting seriously on his nerves, because she was being muted all the time. Unlike me, she simply did not seem — and still does not seem — to understand that Diego the human being has his nerves and his limits too, and she kept asking why she had been put on mute again.

By then Diego had also started a “VIP WhatsApp” group, and she would go there to ask why she was not being heard or seen in the show. And sometimes she would suddenly be back in the chat again, talking about the period before that when she had apparently been on mute. I then sent her a DM on WhatsApp saying that Diego kept muting me too, and what I thought the reason for that was. Because I also noticed that the few things I still said only got through every now and then. With his stand-ins Lino & Logan — because that is what they were and still are; they simply never became full-fledged sales stars like Diego — I could still get through in the chat for a while, but after that things went downhill again as far as the muting was concerned. And I truly said nothing remarkable and hardly ever said anything at all anymore.

But apparently I had struck a nerve with Diego, and Diego muted, like a truly capricious king on his throne, left, right, and center — he was always there, even when Lino & Logan were running the show — Snowgal, me, and other people too. The VIP group on WhatsApp turned out not to be a success and stalled at 80+ members. When it became clear that dissatisfied customers, besides occasionally speaking up in the chat during the Live shows, were also coming into the VIP chat to air their grievances, the rules there were tightened considerably and only admins were allowed to post messages anymore. So mute became a tool there as well.

At the time of writing this blog, I still have not been thrown out: not from the OG Jewelers Live and not from the “VIP” group. Nor had Diego ever banned me from the show, and he most certainly knew I was there, because both he himself and information from eBay showed that sellers can see which names are present in the chat. But in front of others he never again gave any indication that he saw me; I was ‘merely’ tolerated.

Snowgal never responded to my WhatsApp message and later left the group again — she came back several times and then left again. She apparently continued to believe that there was no personal irritation toward her behind Diego’s behavior, whereas it seemed perfectly obvious to me that he often regarded her as a nuisance, at the very least. Like me, she was only a peanut to Diego in financial terms, but she did not seem to realize that either, because she referred to herself, with what I considered a misplaced sense of authority, as a ‘repeat customer.’ But like me, she had perhaps spent just under $200 in total; to Diego, that was more of an afterthought.

As far as could be seen and demonstrated in the shows and in the WhatsApp group, Diego never told her outright that she should stop acting like such a busybody in the chat, or anything along those lines. What else may have been said between them out of sight or behind the scenes, I obviously do not know. She could also lash out quite sharply at men in the chat and seemed not to realize that Diego wanted to keep his genuinely important customers on his side.

One of the men she clashed with in Diego’s chat did, however, after they reconciled, buy her a Hamsa Hand Pendant 925 Fine Silver as a gift through eBay Live— and thus during Diego’s show — which is currently listed on OG’s website for $300. The price mentioned for it in the chat at the time was, from memory, somewhere around $175 to $200, and she accepted the gift.

So La Familia too turns out to have its limits, but Diego himself is the first to create uncertainty about where those limits actually lie. He actively seeks closeness, encourages involvement, and gives people a great deal of public appreciation — for example by repeatedly calling out their names and acknowledging them as regulars — while at the same time sometimes muting those very same people or reining them in in other ways without openly making clear why. That gives his role something of a Janus face: on the one hand he invites and rewards involvement, while on the other he does not always make it clear when that same involvement starts to irritate him or becomes too much. That means the responsibility for whatever goes off the rails within his familia certainly does not rest solely with the ‘family member’ in question.

Jiu-Jiu

After a few months, it had become quite clear to me that many people, especially men, would call out to Diego that they loved him — and probably genuinely meant it too, not just as a jeweler — while Diego himself was, above all, playing a role. I do not rule out that some of his customers were or are genuinely dear to him, but what they did not seem to realize was that he always kept a certain distance. He also told the chat several times that some people had spent hundreds of thousands of dollars with OG, but that “if they started threatening him,” it was over. He once had a very wealthy repeat customer who suddenly demanded that what he had bought be shipped that same day, accompanied by a statement about what would happen if it was not, which could be interpreted as a threat. Diego then banned this customer, who had spent hundreds of thousands of dollars with him, and barred him as a customer.

Jiu-Jiu [name changed, but still recognizable to people from the chat] was one such very wealthy customer. He was active at NASA and spoke, at any rate, about a group of around twenty people who had completed some kind of training program or course and whom he wanted to give a silver astronaut pendant as a farewell gift: an “Iced Out Astronaut Pendant 925 Silver,” with a regular OG retail price of $480 each. By then he had already spent heavily with Diego here and there, so this was only one of the side gigs.

Jiu-Jiu appeared to have Asian roots and became very close with Diego once it emerged that he wanted to buy no fewer than twenty of those expensive silver astronaut pendants. Later, Diego also wanted to hook him up with matching silver chains (“I’ll hook you up” is a phrase Diego uses frequently in this context). They were the best of friends, but when Diego jokingly imitated one of those Asian Hollywood martial-arts cries — “Hiii-yah!” — in response to Jiu-Jiu, Jiu-Jiu said, with dignity, that he did prefer to be treated with cultural respect.

This ‘love affair’ went on for weeks, until suddenly things began to sour here as well, and Jiu-Jiu’s final comment in the chat was this: [see screenshot]. And so this was yet another loyal La Familia customer who would never return:

Dayati

I also slightly altered the name “Dayati,” so that some people from the chat may still recognize who I mean, while the man himself otherwise remains anonymous. This was yet another strange side story in the whole soap opera surrounding Diego. This man too was ‘filthy rich’ and bought a great deal. Then suddenly he set his sights on Valentina. At the time, she was known only as one of Diego’s assistants, alongside the Live hosts Lino & Logan. A long-haired blonde woman with dark eyes and highlighted, but naturally dark, hair. Like Diego, she had until then been nothing more than a voice, and she was also a staff member in the WhatsApp VIP group. But Dayati had apparently decided that he might be able to win Valentina over, and that money and gifts would be the successful way to do it.

He had Diego bring out expensive, heavy silver chains, while insisting that Valentina appear on camera to model them around her neck. For several weeks, the atmosphere in and around the chat began to feel downright questionable to me. It almost seemed as though ‘women were being traded.’ Fortunately, it never went that far, but Valentina did what was asked of her and appeared on camera several times, wearing low-cut tops and tight shirts, blowing flirtatious kisses toward the camera and apparently giving Dayati an inch — but not a mile — much as Diego had done in his own way before. She let her hair fall elegantly around her and posed in various ways for the insistent Dayati. It went so far that, for a brief moment, it actually seemed as though she was already his girlfriend and he had therefore ‘succeeded.’ On Sunday, June 28, 2026, he even said rather possessively to another man in the chat: “No I already got her… She mine chat.”

And all of this while money was literally being sold for money — see the next subheading, because yes, that happens in this show too — he said that Diego should simply pull a stack out and give it to Valentina as a tip. As far as he was concerned, Lino, the female co-host alongside Diego, could also take a grab from the stack of dollars. Lino, incidentally, always deliberately stayed out of view. Diego once panned the camera around, but when it landed on her, she quickly covered her face. I still managed to take a screenshot (professional deformation again, as I mentioned earlier).


I was very, very surprised when, only months later, it became clear what was really going on — or, to stay on the safe side, let us say: that things were very different from what they had seemed. Valentina was not ‘fair game’ after all, but turned out to be… according to Diego, his wife. At least! Suddenly Diego was talking about his wife on eBay Live and even showed some photos of himself and Valentina on his phone, striking poses that I would readily classify as ‘sexy.’ I took screenshots of those as well; this was on August 2, 2026. So all that time, at least as far as anything visible in the chat and the WhatsApp VIP group was concerned, Diego had in no way made it clear to Dayati that Valentina was not single. To me, the obvious conclusion was therefore that when he spoke of his wife, he meant Valentina.

The very good customer Dayati also disappeared from the familia scene not long afterward. I did not try to investigate whether Valentina is in fact Diego’s wife.

Photo 1: Diego showing photo(s) of Valentina and himself on eBay Live.
Photo 2: Diego and Valentina together on camera during eBay Live.

On Offer

What OG Jewelers offers during eBay Live is considerably more varied than you would expect from a standard jewelry store. That brings me to the second strand of this Familia blog: the products and sales formats themselves. From gold, silver, and watches to candy, stacks of banknotes, and eventually the so-called breaks, it quickly becomes clear here too that OG Jewelers goes far beyond the boundaries of an ordinary jewelry business.

The usual: Gold and silver jewelry, with or without diamonds, gemstones, or enamel (chains, pendants, earrings, bracelets, etc.), but also bullion, coins, scrap silver and gold, gold and silver bars, and more.

Loose diamonds and other loose gemstones

Self-explanatory.

Penny drops

A penny drop is essentially a small giveaway within the Live: a real item with ordinary retail value is offered for just a few cents. Whoever manages to slide ‘Max Bid’ to the right the fastest wins. So it is not exactly a level playing field, because in practice the winner is the person with both the fastest internet connection and the quickest reaction time. There are usually only three seconds to do it, sometimes up to ten, and the clock is not extended when someone bids, as it is with ordinary auctions. The winner therefore pays practically nothing for the product itself, and at most the usual shipping costs, if applicable. In the eBay Lives I watch, such penny drops usually occur only once or a few times during a broadcast lasting several hours. The items being given away can, incidentally, have quite a substantial value, sometimes even running into several hundred dollars.

I regularly tried to participate myself, but sometimes the three seconds were already over before I even had a chance to move the bid slider. And besides: if your connection is slower than that of the fastest bidder, you are simply starting at a disadvantage.

(Rolex, AP…) Wall clocks

Dollars fresh & crispy

No, this is not a joke, and perhaps it does make you raise an eyebrow. With some regularity, Diego sells dollar bills, fresh and crisp, in original bank bundles and, according to Diego, straight from a federal bank. You can picture it like this: virtually everyone on eBay Live pays by credit card. Some debit cards in the U.S. also offer cashback or other rewards, but credit cards are generally more attractive in that respect. The advantage of a debit card, on the other hand, is that the money is taken directly from your account, so you cannot buy things with money you may not actually have yet. With a credit card, of course, the key is to pay off the next statement in full. OG/Diego offers a bundle of cash, you bid just above face value — say $2,350 for a bundle containing $2,000 in two-dollar bills — and you also pay $10 shipping plus tax. Then, about a week later, you receive a package ‘just like any other,’ except that it contains actual cash: voilà, your own ATM delivered to your home, made to order.

And this is where things get ‘spicy.’ Diego has, on multiple occasions during eBay Live, sold entire stacks of brand-new, crisp $2 bills, in original bundles just as they come from the bank. These were not rare or graded collectible notes, but ordinary, current U.S. currency that can be spent at face value. One of the bundles I saw come up several times contained $2,000 in $2 bills. That appears to be directly at odds with eBay’s own Collectible Currency Policy. It states:

“Listings for current, exchangeable, ungraded currency from any country worldwide cannot exceed $1,000 in value, whether in a single listing or in a combination of multiple listings.”

In other words, eBay sets a maximum of $1,000 for this kind of ordinary, exchangeable, ungraded currency. A bundle containing $2,000 in regular $2 bills represents exactly twice that limit. Nor does this appear to be a rule that can simply be set aside for eBay Live. According to eBay, sellers on eBay Live must also comply with the general policies governing prohibited and restricted items.

I have kept multiple screenshots of sales like these. Below you can see both an example of the $2,000 in $2 bills offered by OG and the relevant passage from eBay’s own policy.

Diego also regularly gives away dollar bills; for example, he may include a ‘lucky’ two-dollar bill for the first ten buyers, and people often ask him to sign it. The giveaways frequently involve amounts ranging from $40 to $500, and Diego has also mentioned on several occasions that these were/are funded by eBay itself. Of course, I cannot verify that. “Should we do a giveaway? Should we? I don’t know, OG. I don’t know.” (a line frequently heard from Diego)

Candy

Every once in a while, Diego also sells candy or something else that falls outside the usual metals and gemstones. Just for fun, basically. Since I had already bought a silver chain, I could bid on these sour gummies and pay only an extra $1 in shipping.

Watches

When it comes to watches, virtually all the famous and expensive watch brands pass through OG Jewelers, but so do the cheapest ones from what you might call the ‘still reasonably reliable’ segment, such as Invicta and Casio. As far as the more expensive brands are concerned — Rolex, Audemars Piguet (AP), Patek Philippe, Cartier, Omega, Vacheron Constantin, and Breitling, to name just a few — OG Jewelers often deals in aftermarket watches, a very central term at OG. This refers to modifications made not by the original watch manufacturer itself, but later by third parties such as OG Jewelers, for example by adding diamonds. Once modified in this way, these customized, aftermarket watches are no longer eligible to be sent to eBay for authentication. And this happens to be one of OG Jewelers’ major specialties: adding diamonds to the bezel and sometimes to the bracelet as well. The added diamonds and the jeweler’s work make such a watch more expensive to produce, but in terms of actual market value, in my view, they are more likely to make it worth less, because the original watch has been altered.

On top of that, such iced-out modifications, when carried out by an experienced jeweler, can conceal minor damage or imperfections on parts of the watch from view. That obviously does not have to be the purpose of the modification, but it does make the watch’s original condition more difficult for a buyer to assess.

So the modification is both labor-intensive and potentially profitable for the jeweler, but for the customer — however fantastic they may think all that bling-bling is; put simply, you have haters and lovers here and almost no middle ground — the purchasing game becomes considerably more uncertain. In connection with this, I saw customers report several times in the WhatsApp VIP group, back when customers were still able to post there, that a stone had fallen out of their watch or ring. They also complained that OG’s customer service was not responding. In any case, they had to make considerable effort to get a replacement or assistance.

Pokémon and related cards

This only occurred during a short period within the time span covered by this blog.

Surprise boxes with guaranteed value

Here, eBay Live participants can bid on boxes with a certain guaranteed value, but they do not know what they will receive. In my example, these were Rolex watches, and a few people did indeed buy them blind. This is permitted by eBay, but there is a possible complication here: because OG Jewelers almost always sells pre-owned Rolex watches, many of which are later modified into the iced-out versions mentioned earlier, we are often dealing with the aforementioned aftermarket watches. As a result, the value guarantee — perhaps $15,000 in such a case — has to rest largely on trust and on the buyer’s own research, if the watches in question are indeed aftermarket Rolexes. I did not take screenshots of the final reveal in these sales, so in these two cases I can no longer establish whether they were in fact aftermarket Rolexes:

Surprise boxes, but with a much clearer element of chance

People bid here as well, but the element of chance is many times greater. In the example shown below, the prizes are tennis bracelets, with the value stated or claimed by Diego ranging, for example, from $200 and $300 up to $600. There was, however, one lucky winner who received a 10K gold tennis bracelet with natural diamonds, which Diego said was worth around $20,000. I have to reconstruct that figure from memory.

Based on my estimated 700 hours of observation, I have a strong impression that with valuations like these, Diego generally tends to position them at the very upper end of what still sounds at least somewhat plausible.

This immediately illustrates something important. People start bidding, and there are almost always one or two people — again, according to my own observations — who keep reserving/buying more and more spots, because that increases their chance of winning the grand prize. And mathematically, that is of course true in itself: more spots means a greater chance. But that is precisely where the trap lies. A greater chance is still no guarantee, and as someone keeps buying more and more spots, the amount they spend can become completely disproportionate to the additional chance they are buying. And then, of course, it will be someone who bought ‘only’ one or two spots (boxes) who ends up walking away with the claimed high-value prize. I have quite literally seen many examples of this.

And this applies even more strongly to the section coming next, about the so-called breaks, with their allegedly extremely expensive AP and other watches. People who had literally spent around $5K–$6K, or even more, on a whole string of boxes would then still have to watch dejectedly as some lucky duck, with just one spot — or perhaps two — walked away with the grand prize. And here too, the same ‘but’ qualification applies. Claimed values of around $20,000 and, in the case of AP watches, often around $49,999 (a figure I saw repeatedly with the AP watches) are exactly that: claimed values.

Here, however, yet another issue arises with eBay’s own rules. Mystery boxes are permitted on eBay Live, but eBay expressly states that no item with special monetary or collectible value may be highlighted unless that item is included with every purchase. In this case, there was precisely one standout grand prize among many tennis bracelets valued considerably lower. Participants bid many hundreds of dollars on individual boxes without knowing which bracelet they would receive. That makes the setup look very much like exactly the element of chance that eBay Live explicitly prohibits: paying for a chance at an exceptionally valuable item rather than for a clearly defined purchase in advance.

eBay Chance policy
eBay Live Chance policy

Intermezzo: OG/Diego regularly puts Constantia (me) on mute (but never bans her) and blocks her on Instagram

It has already come up a few times: the OG/Diego mutes. Snow Gal noticed it, I noticed it, and there were others as well who, for example, would go into WhatsApp — back when that was still possible — to ask or report whether they were even still being seen in the Live, because their messages were consistently getting no response. As for me, I noticed time and again that I was apparently on mute; every now and then I would suddenly be taken off mute again, or discover that I already had been, because all of a sudden someone in the chat would respond to me. And believe me: I repeatedly asked very explicitly, “Can anyone see my messages?” At some point, it even became physically noticeable that my messages were no longer getting through. I could tell because, the moment I pressed “Send” on a comment, a little spinning circle would appear as though eBay were thinking. And apparently it was, because my comment would then disappear into the realm of the unseen. In the normal mute situation, my messages had still remained visible to me; in the ‘spinning-circle’ situation, they disappeared altogether. By then I had long since resigned myself to the mutes and had become — and remain to this day, after many months — an almost completely silent observer. I had long since realized that Diego ran things according to his own whims — or, if you prefer a more objective word, his own judgment.

But something happened in July 2026 that was rather striking. There had never been any clash between Diego and me — either in public or behind the scenes — apart from the occasional Instagram DM in which I pointed out that I apparently seemed to be on mute again. In fact, at first OG/Diego even followed me back on Instagram and liked my Insta Reel showing how I won the candy on his eBay Live. Months later, however, he unfollowed me. I got the impression that this happened around the time when he mainly continued following back the really big players on Instagram. Behind the scenes, in our sparse exchanges, he always felt like a completely different person to me: much calmer and even somewhat subdued — however unbelievable that may sound.

In May 2026, he still liked some of my posts, and in June I suddenly noticed that the OG Jewelers account seemed to be gone. For a short time, it really was; I checked in an anonymous browser. But in July he turned out to be back — just not for me: I had been blocked. And that was, and still is, difficult for me to understand, because I had only spoken with him sparingly in the Instagram chat and everything had simply been friendly. He had even liked some of my posts. I certainly had nothing on my conscience, except — if you can even call that “having something on your conscience” — asking about the fact that I apparently kept being muted. And that situation has remained unchanged to this day. As for the reason, I can only guess. It is a little inconvenient for me because I can no longer see the actual updates on Instagram. You can still see a preview of the first posts, but after that Instagram immediately requires you to log in, and then I lose access altogether. In the first screenshot, incidentally, I was talking about something else as well: the entire chat had briefly become invisible.

Diego/OG and Constantia on Instagram: the first heart-shaped like shown here was from Diego

‘Breaks,’ but not in the sense of trading card breaks

The breaks bring up the rear in this illustrious OG Jewelers lineup. This latest high point from the “Pioneers of Jewelry Live Auctions” — a quote from their Instagram profile dated September 9, 2026 — with which OG Jewelers and Diego say they have ‘revolutionized’ eBay Live (that, too, appeared earlier in their Instagram profile), begins with a rather substantial gallery. A word of reassurance: you do not have to click through it. But of course, you are very warmly invited to do so.

The reason I chose to include so many screenshots this time is that, alongside the phenomenon itself, I also want to show quite a bit of ‘the chat.’ In other words, I deliberately let the participants speak for themselves as well. The screenshots alone will reveal the considerable confusion that existed from the beginning — and continued — about how exactly the system works. And I cannot entirely reassure you on that point. Whether intentionally or not, the whole thing is rather vague. In any case, it is unmistakably a casino-like affair. My very strong impression is that a majority of participants thoroughly hate the whole thing because of its sheer slowness. Shorter break sessions do occur, but in my observations the process usually lasts around three hours, regularly approaches four hours, and sometimes even goes beyond that.

Diego suddenly introduced it around the third week of August 2026. The latest eBay Live gig was a so-called break format. The term break originally comes primarily from the world of trading cards, where participants buy a spot in a box, pack, or case break, after which the contents are opened live and distributed. Diego seems to have broadened the concept considerably: at OG, no traditional card box is being ‘broken’; instead, break refers to their self-developed system of bidding, spins, Casios, gold boxes, and a claimed extremely valuable grand prize.

Suddenly, a computer screen appeared in the middle of the picture, filled with a mysterious array of flashing boxes, a scrolling neon-text bar, and so on. I joined a little later and had missed the explanation. I genuinely understood absolutely nothing of it, but it turned out I was far from the only one. An OG Jewelers staff member says they programmed the break game themselves. This person, who also acts as moderator during the breaks, said so personally in the chat. OG began offering the break game more and more often and eventually also realized that many people simply did not understand it. As a result, explanations were given increasingly often during the show. But naturally, new people are constantly joining an eBay Live, so continuing to explain it is a bit like mopping the floor with the faucet still running.

Many enthusiasts of expensive watches are desperate to win the AP (or some other high-end prize) and sometimes bid many thousands of dollars in an attempt to secure as many spots as possible, which still gives them absolutely no guarantee that they will win.

Each break game usually consists of five rounds of up to twenty auctions/spins. Before every spin, there is a separate bidding round; the highest bidder buys one spot and then receives one spin on the digital wheel. That wheel contains twenty spaces: eighteen blue crosses, representing a cheap Casio watch, and two gold boxes. If all five rounds were played all the way through to twenty spots, that would mean ninety Casios as consolation prizes out of one hundred spots for the less fortunate spinners (unless, of course, they happen to be masochists). But usually it never gets that far: a round ends as soon as both gold boxes have appeared. Across five rounds there are therefore ten gold boxes to be won in total. Nine of those generally contain a prize with an OG-claimed value of roughly $400 to $800 — for example a watch or chain — while one gold box contains the actual grand prize: a much more expensive watch, often an AP, for which OG/Diego generally claims a value of around $40,999 to $59,999.

Diego is usually vague about those Casios. During the eBay Live, one is lying on the right-hand side of the screen as an example, and thanks to a very recent question from someone in the chat — recent, that is, for the purposes of this blog — to which Diego for once gave a concrete answer, namely: an F91W Casio, I was able to look up what Google had to say about its price. Google came rushing over to inform me that SHEIN happened to be running a promotion at that very moment offering the exact same watch for $7.50. Even the people in the chat who had already looked it up themselves and generally estimated the thing at between $25 and $30 turned out to have been too optimistic.

Keep in mind that while some spots certainly sell for under $100, many bids eventually shoot far beyond that. The early ones usually remain below a hundred dollars, but as more blue crosses appear and the gold boxes remain stubbornly absent, the amounts rise quickly: to $250, $500, and sometimes even $1,000. Yes, people really do bid $500 or $1,000 for one of those ‘rare spins’ when the particular break is nearly full (feel free to click through some of the screenshots).

When one of those gold boxes appears, nobody knows in advance — at least, assuming the system really is random. And that is precisely why a round can seem to drag on forever. Not only does the wheel have to spin again and again, but before every single spin there is another full auction, and that too takes a considerable amount of time. It regularly happens, for example, that the wheel lands on a blue cross fifteen times in a row before a gold box finally appears.

ChatGPT calculation:

Sometimes the two gold boxes appear early and a new break round can begin almost immediately; sometimes it takes nearly all twenty spots. Over many rounds, however, those differences average out: with two randomly distributed gold boxes, the second one appears on average around position 14. As a result, the average length of the rounds ultimately remains fairly similar. To reach all ten gold boxes in the end — only one of which contains the actual super prize — the machine has to be spun an average of about seventy times.

And what does eBay think of all this: has eBay perhaps become an online casino?

eBay is strikingly clear in its own rules about games of chance during eBay Live: “We do not allow chance-based items or sales during eBay Live events.” The company refers not only to lotteries, raffles, and random drawings, but also to sales in which the buyer gets a chance to win an item instead of receiving a clearly defined purchase. At the very least, that seems difficult to reconcile with what is happening here. After all, the participant bids money for a spot, after which a computer randomly determines where that spot lands. The element of chance is therefore not incidental: it ultimately determines whether someone lands on one of the gold boxes and thereby gets a chance at the super prize.

eBay does provide an exception for so-called case, box, and pack breaks, but only for pre-approved sellers. Moreover, eBay’s own information page makes clear what the platform means by such breaks: card breaks, in which packs or boxes of trading cards are opened and participants buy spots for, for example, a team, player, or division. Simply calling something a break therefore does not automatically turn a random prize draw into a permitted break. You cannot make something policy-proof simply by calling it a “break” if the setup still fundamentally operates as a chance mechanism.

eBay Breaks, explained by eBay

Nor does eBay’s exception for mystery boxes necessarily provide a way out. According to eBay, an item of special monetary or collectible value may not be highlighted unless every purchase includes such an item. That provision becomes particularly relevant in a system where one exceptional super prize towers over a large number of much more modest outcomes.

Whether eBay has given OG Jewelers separate permission for this exact specific format cannot be established from public sources. But judging by eBay’s publicly available rules, it is difficult to deny that the setup is at odds with both the wording and the apparent intent of eBay’s own policy against chance-based sales.

eBay Live policy
Chance Listings Policy

Conclusion

For a change of pace, I also regularly spend hours watching other eBay Lives. From what I have been able to observe there, they tend to be much more conventional: ordinary auctions, sometimes supplemented by a penny drop or a small giveaway, such as a cap. I have not seen the same striking sales formats there as I have with OG — no candy, no large stacks of banknotes being resold or giveaways worth hundreds of dollars, no mystery boxes, and no breaks. It should be noted, however, that I have followed these other Lives far less frequently and for much shorter periods of time; my hours of observation there are therefore nowhere near comparable to those I have spent watching OG Jewelers.

Selection of other eBay Live shows I occasionally watch:

eBay Live sellers, from left to right: Hemeisport, Vookum, Happy Jewelers, Mr Wikd (2x)


Immediately after publication, I notified both OG Jewelers/Diego and eBay about this blog and asked whether they wished to respond.